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In Alta Badia war im Weltcup-Kalender 2008/2009 zunächst nur ein Wettbewerb, der Riesenslalom, vorgesehen. Durch die Absage des Slaloms bei der WM-Generalprobe in Val d'Isere (FRA) durften sich die Veranstalter über ein weiteres Rennen freuen, wurde doch der Slalom nach Alta Badia verlegt.

Albrecht gewinnt zweiten Riesenslalom der Saison
Schon im Riesenslalom zeigte Ivica Kostelic seine derzeit herausragende Form. Dort musste der Kroate nur dem Schweizer Daniel Albrecht den Vortritt lassen und wurde Zweiter. Albrecht feierte nach seinem Sieg zu Beginn des Winters beim ersten Riesenslalom in Sölden seinen zweiten Weltcup-Sieg der Saison. In Alta Badia setzte sich der 25-Jährige in 2:32.71 Minuten vor Kostelic und Hannes Reichelt (AUT) durch. Damit übernahm der Schweizer mit 216 Punkten auch die Führung in der Disziplinenwertung knapp vor Ted Ligety (212 Punkte) und Didier Cuche (210 Punkte), der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte und auf den fünften Rang kam.

Kostelic deutlich vorne im Slalom
Am Montag fand dann der Nachhol-Slalom auf der Gran Risa statt. Dort setzte Ivica Kostelic dann schon im ersten Lauf Maßstäbe und zeigte einen perfekten Lauf, der mit schnellen Wechseln und runder Fahrweise sowohl die steilen als auch die flachen Passagen zu nehmen wusste. Mit über einer halben Sekunde Vorsprung ging er komfortabel führend in den Finallauf. In einem spannenden Finale sicherte sich der Kroate den Sieg. In einer Zeit von 1:39,83 Minuten war er zwei Zehntel schneller als der Franzose Jean-Baptiste Grange. Benjamin Raich (AUT) belegte Rang drei. Grange liegt nach dem Slalom in Alta Badia im Slalom-Weltcup mit 180 Punkten in Führung vor Kostelic, der nach seinem Sieg 145 Zähler aufweist.

Kogler als DSV-Lichtblick
Für den Deutschen Skiverband waren die Rennen in Alta Badia nicht sehr aufschlussreich. Im Riesenslalom war Felix Neureuther als deutscher Solist bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. Mit Startnummer 59 beging der 24-Jährige einen Fahrfehler und war dann chancenlos. Auch im Slalom konnte Neureuther keinen Aufwärtstrend zeigen. Schon beim dritten Tor fädelte der Deutsche ein und stand danach völlig frustriert am Fuße der spektakulären Piste Gran Risa und verstand die Welt nicht mehr. Stefan Kogler dagegen war bester Laune. Zweiter Slalom und zum zweiten Mal fuhr der Spätstarter in die Punkte, diesmal als 18. Damit kämpft sich der 27-Jährige weiter nach vorne in der Startliste.

Nächster Slalom in Zagreb
Schon am 28. Dezember geht es für die Herren in Italien weiter. Dann steht die Abfahrt in Bormio auf dem Programm. Der nächste technische Wettbewerb ist der Slalom in Zagreb am 06. Januar. Nach den tollen Leistungen von Ivica Kostelic werden sicher viele tausend Fans die alpinen Stars anfeuern.