© Peter Lehner
Im ersten Abfahrtstraining in St. Moritz hat Marie Marchand-Arvier die Bestzeit erzielt. Die Französin wurde auf der Piste "Corviglia" mit 1:45,64 Minuten gestoppt. Wäre heute bereits das Weltcup-Rennen gewesen, hätten Nadia Fanchini (1:45,89) und Anja Pärson (1:46,02) mit Marchand-Arvier auf dem Podium gestanden. Insgesamt gingen 72 Athletinnen auf die Strecke.

Fanchini bestätigt gute Form
Mit der Bestzeit machte Marie Marachand-Arvier wieder auf sich aufmerksam. Die Französin hat ihre besten Weltcup-Ergebnisse, zwei dritte Plätze, bereits vor eineinhalb Jahren eingefahren. In diesem Winter ist die 23-Jährige aufgrund der WM im eigenen Land besonders motiviert und will endlich in der Weltspitze ankommen. Bei ihrer Bestzeit halfen ihr auch die Bedingungen, denn sie ging bereits als Vierte bei schlechter Sicht auf die weiche Strecke. Dagegen unterstrich Nadia Fanchini mit dem zweiten Platz ihre derzeit blendende Form. Die 22-Jährige gewann in Lake Louise (CAN) beim Speed-Auftakt ihren ersten Weltcup. Auch Anja Pärson, die in dieser Saison noch keinen Podiumsplatz einfuhr und in der vergangenen Saison in St. Moritz einen Doppelsieg feierte, zeigte im ersten Trainingslauf, dass mit ihr auf der Corviglia zu rechnen ist.



Götschl schnellste Österreicherin
Hinter dem Spitzentrio platzierte sich Renate Götschl. Die 'Speed-Queen' war in 1:46,26 Minuten schnellste Österreicherin. Auf Rang acht raste Maria Holaus, 14. wurde Elisabeth Görgl. Während Anna Fenninger verzichtete, kamen die anderen ÖSV-Starterinnen nicht über Rang 21, Andrea Fischbacher, hinaus.

Schweizerinnen überraschen
Vor heimischem Publikum präsentierten sich auch die Schweizerinnen vorne in der Ergebnisliste. Martina Schild raste mit gut sieben Zehnteln Rückstand auf den sechsten Platz hinter die Spanierin Carolina Ruiz Castillo, die in Trainingssitzungen häufiger vorne zu finden ist. Dahinter überraschte mit Andrea Dettling aber eine Swiss-Ski-Athletin aus dem zweiten Glied. Lara Gut wurde mit der 23. Zeit gestoppt.

Maria Riesch vor Lindsey Vonn
Schnellste der deutschen Damen war Maria Riesch. Die Partenkirchenerin kam mit 1:46,77 Minuten zeitgleich mit Kelly Vanderbeek aus Kanada auf den zehnten Rang. Die beste Abfahrerin derzeit im Weltcup Lindsey Vonn erreichte drei Hundertstel langsamer als Riesch Rang zwölf. Gina Stechert ließ es am ersten Trainingstag ruhiger angehen - Platz 29 in 1:47,85 Minuten. Viktoria Rebensburg wurde 56. und Nicole Schmid, die am Wochenende ihr Weltcup-Debüt in St. Moritz gibt, 58. Susanne Riesch, die in der Abfahrt nicht starten wird, versuchte sich vor ihrem Start in der Super-Kombination dennoch auf den Speed-Ski. Die Partenkirchenerin erreichte Rang 67 in 1:52,58 Minuten.

Am morgigen Donnerstag steht ein weiteres Training auf der Corviglia an, bevor es am Freitag dann bei der ersten Super-Kombination der Saison ernst wird.