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Konstanz - das ist das Stichwort für die Entwicklung von Carlo Janka. Stetig kämpfte er sich in seiner Entwicklung in den Schweizer Ski-Kadern nach oben und erreichte im Dezember 2008 mit seinem ersten Weltcup-Sieg den ersten Höhepunkt.

Wir zeigen euch hier den Karriereverlauf bis zur Saison 2010/2011. Danach ist dieses Porträt nicht weiter aktualisiert worden. 

Langer Weg nach oben
Geboren wurde Janka am 15. Oktober 1986 in Obersaxen. Im Kanton Graubünden fand er sehr gute Bedingungen vor, um ein Spitzenskifahrer zu werden. Im Dezember 2001, also mit gerade 15 Jahren, wurde Janka erstmalig in FIS-Rennen eingesetzt. Erst zwei Jahre später gelangen ihm dort erste Top-Ten-Plätze. 2005 folgten folgerichtig die ersten Einsätze im Europacup. Nach Platzierungen jenseits der besten 40 wurde Janka aber postwendend wieder zurückgestuft.

Erste Erfolge auf internationalem Niveau
2005/2006 konnte Janka seine Chance nutzen. Nach zwei Siegen in FIS-Rennen durfte er in Valloire (FRA) beim Europacup starten und landete dort auf dem Riesenslalom-Podest. Auch in den Speed-Disziplinen wurde der Allrounder nun eingesetzt und konnte vor allem im Super-G und in der Super-Kombination überzeugen. Damit war auch sein gutes Abschneiden bei der Junioren-WM in Mt. St. Anne (CAN) zu begründen. Dort errang er Bronze, natürlich im Riesenslalom. 


Erste Weltcup-Punkte
Der Weg in den Weltcup war für Janka ebenfalls kein leichter. Im Dezember 2005 scheiterte er noch in Kranjska Gora (SLO), ein Jahr später kam er auf der Reiteralm bereits ins Finale, wo er jedoch ausschied. Erste Punkte gab es am 17. Dezember 2006 in Alta Badia (ITA), sein 20. Platz war dort Jankas eigenes Weihnachtsgeschenk. Auf ein solches Erfolgserlebnis musste Janka dann wieder ein Jahr warten, erst in Beaver Creek (USA) 2007 gelang ihm das erneut. Doch erst im Februar 2008 hatte er seine Form so stabilisiert, dass er dauerhaft und öfter im Weltcup punktete.

Der nächste Schritt
Auf seinem Weg nach oben ging es für Carlo Janka auch 2008/2009 wieder einen Schritt nach vorn. In Sölden stieg er mit Platz neun stark in die neue Weltcup-Saison ein und sorgte mit Rang zwei in der Abfahrt von Lake Louise (CAN) für eine große Überraschung. Der größte Erfolg blieb dann wieder dem Riesenslalom vorbehalten: In Val d'Isère düpierte er die Konkurrenz und holte seinen ersten Weltcup-Sieg.

Mentale Stärke
Jankas Stärke bei seinem Aufstieg ist sicher seine Nervenstärke. Der Allrounder gilt als in sich ruhender, aber hellwacher Athlet mit einer guten Skitechnik. Diese Gaben in Kombination bringen einen sehr guten Skifahrer hervor.

Erste Medaille bei WM-Premiere
Auf der Strecke, auf der er schon seinen ersten Weltcupsieg feiern konnte, raste Carlo Janka dann auch zu seiner ersten WM-Medaille. Nach Rang 20 im Super-G, wo er eigentlich höher eingeschätzt wurde, schaffte er in der Abfahrt den Sprung aufs Treppchen. So gewann er als 22-Jähriger gleich bei seiner ersten WM Bronze. Im Riesenslalom folgte dann der ganz große Wurf: Sein Gold hievte ihn in den Rang eines echtes Stars. Und bei Olympia in Vancouver legte er noch einen drauf und wurde Olympiasieger in dieser Disziplin.

Große Kristallkugel 2010
Vor dem Weltcupfinale in Garmisch-Partenkirchen lag Carlo Janka noch hinter Benjamin Raich zurück. Durch den Sieg in der Abfahrt, die Raich ausließ, übernahm der 'Ice-Man' die Führung im Gesamtweltcup. Im Riesenslalom, dem vorletzten Rennen des Winters, behielt er einmal mehr die Nerven und sicherte sich weitere 100 Punkte für den Sieg. Vor dem abschließenden Slalom war der Vorsprung von Janka so groß, dass er die große Kugel bereits sicher hatte.

Sieg in Kranjska Gora
Nach einer eher durchwachsenen WM-Saison 2010/2011 konnte sich der Schweizer zum Ende hin aber wieder steigern und feierte in Kranjska Gora seinen ersten Saisonsieg. Im Riesenslalom ließ er alle Konkurrenten hinter sich und jubelte über den Sieg.

Steckbrief:
Geboren: 15. Oktober 1986
Nation: Schweiz
Heimatverein: Obersaxen