Nadia Fanchini hat den Super-G der Damen im kanadischen Lake Louise gewonnen. Bei stark wechselnden Verhältnissen setzte sich die Italienerin gegen die zeitgleich auf Rang zwei platzierten Fabienne Suter (SUI) und Andrea Fischbacher (AUT) durch. Maria Riesch schaffte es nach einem Patzer im oberen Streckenabschnitt nicht in die Top 20, Gina Stechert schied mit einer guten Zwischenzeit aussichtsreich liegend aus.


Wetterchaos in Lake Louise
Der Start des Rennens wurde zunächst von 19 Uhr MEZ auf 19.30 Uhr verschoben. Grund war der Neuschnee, der am Samstag bereits zur Absage der zweiten Abfahrt der Damen geführt hatte. Trotz schlechter Sicht und langsamer, schneereicher Strecke entschlossen sich die Rennleiter dann aber zum Start des Super-G. Und davon profitierten vor allem die frühen Startnummern. Vor allem Nadia Fanchini mit Startnummer fünf gelang eine Traumfahrt mit einer perfekten Mischung von Aggressivität und Gleitvermögen. Am Ende lag sie mit 28 Hundertsteln Vorsprung vor Fischbacher und Suter und feierte ihren ersten Saisonsieg.

Vonn und Riesch ohne Chance
Die Führende in der Weltcup-Gesamtwertung Lindsey Vonn kam mit den zur Mitte des Rennens immer schlechter werdenenen Bedingungen ebenso wenig zurecht wie Deutschlands Beste Maria Riesch. Vonn rettete sich noch auf Rang neun, Riesch hingegen unterlief abseits der Kameras ein schwerer Fehler, der sie schon zur ersten Zwischenzeit mit über 1,5 Sekunden Rückstand kommen ließ. Zwar verlor sie im weiteren Verlauf keine Zeit mehr, aber mehr als Platz 24 war am Ende nicht drin. Ohnehin waren die Starterinnen mit den Startnummern 15 bis 30 stark benachteiligt: Starker Schneefall und schlechte Sicht sorgten dafür, dass keine der Fahrerinnen eine Top-Platzierung erreichte. Auch Renate Götschl (AUT) kam mit den weichen Schneebedingungen überhaupt nicht zurecht und fuhr noch nicht einmal in die Punkte. Erst später wurde die Sicht wieder besser und die Strecke schneller, so dass einige Athletinnen mit höheren Startnummern noch nach vorne fahren konnten.

Stechert scheidet aussichtesreich aus
Mit Startnummer 35 ging die zweite Deutsche, Gina Stechert, ins Rennen. Die Bedingungen waren gut und Stechert lag bei der ersten Zwischenzeit über zwei Zehntel in Front. Dann jedoch verpasste sie an einem Geländeübergang völlig die Richtung und fuhr an einem Tor vorbei. Somit wurde es nach dem vierten Rang in der Abfahrt am Freitag für Stechert dieses Mal nichts mit Weltcup-Punkten.

Der Damentross zieht nun aus Kanada in das spanische La Molina, wo am kommenden Samstag um 9.30 Uhr ein Riesenslalom ausgetragen wird. ski2b.com berichtet dann wieder live im ski2b-Liveticker.