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Der Ski-Weltcup im US-Bundesstaat Colorado stand unter keinem guten Stern. Beide Technikwettbewerbe wurden stark durch das Wetter beeinflusst. Die anderen Hauptdarsteller in Aspen waren Tessa Worley, Sarka Zahrobska und ein frei laufender Hund.

Mit 19 Jahren in den siebten Ski-Himmel
Der Riesenslalom fand bei teils irregulären Bedingungen statt. Starker Schneefall sorgte für schlechte Sicht und schwierige Pistenverhältnisse. Dennoch platzierten sich die Besten dieser Disziplin im ersten Lauf vorne. Im zweiten Durchgang zeigte dann die erst 19-jährige Tessa Worley ihr skifahrerisches Potenzial und fuhr mit deutlicher Laufbestzeit direkt in den siebten Ski-Himmel.

Weltmeisterin endlich auch im Weltcup obenauf
Ebenfalls ihren ersten Weltcupsieg feierte Sarka Zahrobska. Die Tschechin, die sich 2007 bereits den Weltmeistertitel im Slalom sicherte, fuhr in beiden Durchgängen auf der eisigen Piste unbeeindruckt vom böigen Wind zur Bestzeit. Damit ist sie die erste Skirennläuferin überhaupt, die einen Weltcuperfolg für Tschechien einfahren konnte.

Vonn wieder mit einer Bestleistung
Vor heimischem Publikum bewies auch Lindsey Vonn, dass ihr Slalomerfolg von Levi keine Eintagsfliege war. Die amtierende Gesamtweltcupsiegerin verpasste in Riesenslalom und Slalom das Podium als Vierte jeweils knapp. Im Riesenslalom war es ihr bisher bestes Weltcup-Resultat. Auch im Slalom ließ sich die 24-Jährige von den Bedingungen nicht aufhalten: "Es war wirklich windig. Es war das Glück der Auslosung, ob du eine starke Böe erwischt hast oder nicht, aber allgemein glaube ich, dass jeder Wind hatte. Es war nur eine Frage der Einstellung, wie man mit den Bedingungen umgegangenen ist. Bedauerlicherweise hatte ich in beiden Läufen schlechten Wind, aber ich bin Vierte, daher ist das nicht so schlecht."

Saisonaus für Rienda und Costazza
Für zwei Skirennläuferin ging die Saison in Aspen wetterbedingt vorzeitig zu Ende. Maria Jose Rienda verletzte sich ebenso schwer wie die Italienerin Chiara Costazza. Spaniens erfolgreichster Skirennläuferin droht nach einem Kreuzbandriss nun sogar das Karriereende. Mit Costazza verlieren die Italiener eine potenzielle Siegfahrerin. Die 24-Jährige kam in den technischen Disziplinen immer besser in Schwung und muss nach ihrem Achillessehnenriss nun erst einmal durch die Mühlen der Rehabilitation.



Ohne Zielbanner geht es auch
Der erste Durchgang des Slaloms musste aufgrund des böigen Windes längere Zeit unterbrochen werden, da das Zielbanner komplett aus der Verankerung gerissen war. Danach ging es ohne weiter, was den Athletinnen aber gar nicht auffiel. "Ich habe gar nicht bemerkt, dass da etwas anders ist", sagte Susanne Riesch, die Leidtragende der langen Unterbrechung war, da sie die nächste Athletin der Startreihenfolge war.

Trainer kritisieren DSV-Damen
Susanne Riesch war nur eine von drei der neun gestarteten DSV-Damen im Slalom, die den zweiten Durchgang erreichten. Am Ende war es wieder Maria Riesch, die mit Platz sechs das beste Ergebnis einfuhr. Auch Im Riesenslalom konnten die Deutschen nicht überzeugen, sodass sie sich im Anschluss an das erste Überseerennen von Seiten der Trainier Kritik einhandelten. Dort zeichnete Viktoria Rebensburg als Zwölfte für die beste Platzierung verantwortlich. In den nächsten Rennen muss das Team nun in der Breite überzeugen.

Wunderbare Begegnungen auf der Rennpiste
Eine besondere Begegnung gab es im Slalom-Finale noch für Anne Marie Müller. Kurz vor dem Ziel lief ein Hund quer durch die Strecke und versetzte der Norwegerin so einen Schock. Zum Glück sind die Geschwindigkeiten im Slalom nicht ganz so hoch, sodass es zu keiner Kollision kam. In der Geschichte des Ski-Weltcups gab es aber schon andere Begegnungen auf der Rennpiste. So begegnete Kristian Ghedina (ITA) auf der Saslong in Gröden (ITA) 2004 einmal ein Reh und Michaela Dorfmeister wäre 2006 in St. Moritz (SUI) beinahe mit einem Pistenarbeiter zusammengeprallt. In Lake Louise, wo der Damentross als nächstes stoppt, hoffen die Skirennläuferinnen von solchen Schockmomenten verschont zu bleiben. Am Freitag steht dann in Kanada das erste Speed-Rennen der Saison an.