© Doug Haney/U.S. Ski Team
Vor dem Slalom-Rennen in Levi ist Ted Ligety viel beschäftigt. Sein Modelabel Shred, einige Testversuche für eine neue Frisur und einem Podestplatz zum Weltcup-Auftakt in Sölden lassen ihm aber noch Zeit für andere Dinge, wie er im Interview erklärt.

Frage: Ted, du weißt wirklich, wie man in den Weltcup startet - oder?
Ted Ligety: Das Jahr auf dem Podium zu beginnen ist super. Das nimmt viel Druck von dir, weil du nie sicher sein kannst, wie schnell du bist, bis es ins Rennen geht. Es gibt dir dieses Extra an Selbstbewusstsein, dass Skifahren ein bisschen leichter macht

Frage: Es ist nicht zu übersehen - wie bei Lindsey Vonn spielt Mode eine Rolle für dich, auch im Wettkampfsport. Lindsey wird in jedem Rennen dieses Jahr einen eigens designeten Rennanzug von Spyder tragen. Du stehst hinter Shred - ist Mode für dich ein wichtiger Faktor?
Ted: Ich würde nicht sagen, dass es meinen Rennalltag beeinflusst, aber Mode macht mir Spaß. Ein Teil von Shred ist auch der Humor, der dahinter steckt. Ich habe damit Spaß. Der Unterschied zwischen mit und Lindsey ist, dass ich alle dazu bringen will, dasselbe wie ich anzuziehen.

Frage:Ziehen denn viele Leute dasselbe an wie du?
Ted: Langsam sieht man einige Leute, die Shred-Sachen haben - das ist ziemlich cool. Es ist cool zu sehen, dass Menschen ein Produkt anziehen, an dem du lange entwickelt und gearbeitet hast. Ich sehe, wie die Leute es tragen und auch mögen, das ist ein cooles Gefühl.

Frage: Worum geht es bei den Shred-Helmen?
Ted: Wir entwickeln Helme, die sind aber noch nicht auf dem Markt, und Sonnenbrillen wird es auch in diesem Jahr geben. Diese Linien bauen wir langsam auf. Das ist nicht immer supereinfach als kleine Firma, aber es macht Spaß, dazuzulernen.

Frage: Was bewegt dich abseits von deiner Rolle als Skifahrer und Unternehmer?
Ted: Zuhause habe ich die Audi Driving Experience mit Marco (Sullivan) und Mac (Scott Macartney, d.Red.) erlebt und dabei einen R8 über die Piste gejagt. Das war definitiv das Highlight des Monats. Sonst stand eigentlich nur Thanksgiving an.



Frage: Was macht mehr Angst - Geschwindigkeit auf dem Berg oder auf der Straße?
Ted: Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich fühle mich offensichtlich recht wohl wenn ich schnell Skifahre, aber schnell Autofahren und meine Grenzen austesten ist ein ganz anderer Reiz.

Frage: Nach deinem Sieg im Riesenslalom-Weltcup hast du letztes Jahr eine schöne Vokuhila-Frisur rasiert bekommen - wird es dieses Haar-Highlight wieder geben?
Ted: Nein, kein Vokuhila dieses Jahr! Wir versuchen noch Josh Applegate (aus dem US-Trainerstab, Anm. d. Red.) zu einem Will Smith Bürstenhaarschnitt zu bringen. Aber das wird nicht leicht! Dafür müssen Peter Korfiatis (auch aus dem Trainerstab, Anm. d. Red.) und ich uns an einer Stelle eine Dauerwelle machen lassen.

Frage:Du lässt dir eine Dauerwelle machen?
Ted: Ja! (lacht) Ich lass mir vielleicht irgendwo eine Dauerwelle reinmachen, aber nur, wenn Josh sein Haar lang genug wachsen lässt, um diesen Bürstenschnitt zu bekommen.

Quelle: www.usskiteam.com