Nach dem Sport ist erst einmal Vorsicht angesagt, denn man muss darauf achten, dass der Körper nach einer Belastung geschwächt ist. Gerade im Herbst und Winter darf man nicht lange auf eine wärmende und entspannende Dusche warten, denn in den ersten zwei Stunden ist der Organismus besonders angreifbar für Viren und Bakterien. In diesem Zeitraum sollte man sich am besten dick einpacken und größere Menschenmengen oder bereits kranke Personen meiden, bei denen viele Erreger unterwegs sind, welche dann leichtes Spiel haben. Ein Problem in der kalten Jahreszeit entsteht durch die kalte Luft. Sie kann bei entsprechender Belastung zu Asthma führen.

Achtung vor chronischen "Ermüdungserscheinungen"
Die falsche Relation zwischen Belastung und Pause kann aber auch zum Gegenteil führen. Der Körper braucht nach dem Sport, je nach Dauer und Intensität, einen ausreichenden Zeitraum, um sich zu regenerieren. Wird die Regenerationszeit über einen längeren Zeitraum nicht eingehalten, kann es zu chronischen "Ermüdungserscheinungen" kommen. Anzeichen hierfür sind zum Beispiel schmerzhafte Sehnenansätze und Verhärtungen in der belasteten Muskulatur. Die allgemeine Art des chronischen Überlastungssyndroms wird als Übertraining bezeichnet. Aber auch das Immunsystem wird durch zu viel Sport geschwächt. Wer mit seinem Körper Raubbau betreibt, der darf sich nicht wundern, wenn er sich in einem erschöpften Zustand eine Erkältung einfängt. Dies ist in Herbst und Winter aufgrund der Witterung schneller passiert, was einen aber nicht von der sportlichen Bewegung abhalten sollte.



Individuelle Voraussetzungen beachten
Einen generellen Plan für richtiges Training beziehungsweise das richtige Maß an Bewegung kann es nicht geben, da hier die individuellen Voraussetzungen eine große Rolle spielen. Ein Anfänger benötigt andere Reize als jemand, der regelmäßig Sport treibt. Wer sich allerdings drei- bis viermal in der Woche für 20 bis 40 Minuten bewegt, sollte seinen Körper eigentlich nicht unterfordern. Solange Sport Spaß macht, tut man nicht nur etwas für seinen Körper, sondern auch für seinen Geist. Personen mit Vorerkrankungen sollten vor dem Beginn einer sportlichen Betätigung auf jeden Fall den Arzt aufsuchen, um so mögliche Risiken zu minimieren. So gut Sport in der kalten Jahreszeit auch für die Gesundheit ist, hat es einen aber doch einmal erwischt und man hat sich eine Erkältung eingefangen, sollte man auf jeden Fall kürzer treten. Sport in einem solchen Zustand schlägt auf das Herz. Daraus können dann ernstzunehmende Herzerkrankungen resultieren. Nach einer Erkrankung kann man mit leichtem Training wieder beginnen.

Ausreden zählen nicht
Es kommt also auf die richtige Dosis an. Wer sich nämlich im Herbst und Winter an der frischen Luft bewegt, kann sein Immunsystem stärken und sich so vor Infekten schützen. Ausreden zählen nicht, denn auch im Herbst und Winter gibt es zahlreiche Möglichkeiten Sport zu treiben. Welche Sportarten in der kalten Jahreszeit draußen betrieben werden können, darauf wird nun im dritten Teil eingegangen.