Die kalte Jahreszeit birgt aber auch andere Gefahren. Neben vermehrt auftretenden Erkältungen legen viele Menschen an Gewicht zu. Hier spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass man sich im Herbst und Winter abends lieber mal gemütlich vor dem Kamin setzt oder auf das Sofa kuschelt als in der Natur spazieren zu gehen oder Sport zu treiben.

Sonnenlicht und frische Luft gegen den "W-Speck"
Zu der mangelnden Bewegung kommen dann leckere Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen und das Schicksal mit dem "Weihnachtsspeck" nimmt seinen Lauf. Aber auch im Haus oder der Wohnung gibt es Alternativen, um sich sportlich zu betätigen. Ein Ergometer oder ein Crosstrainer sind hier empfehlenswert. Täglich 20 bis 30 Minuten Training reichen schon aus. Und wem das Radeln beziehungsweise Laufen alleine zu stupide ist, der kann sich seinen Heimtrainer auch vor den Fernseher stellen oder dabei der Lieblingsmusik lauschen. So vergeht die Zeit schneller. Übrigens steigert Ausdauersport die körperliche Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden durch die körpereigenen Glückshormone wie Endorphin, Serotonin und Dopamin. Dadurch wird zudem die Winterdepression, die in den dunklen Tagen aufkommt, positiv bekämpft. Das Sonnenlicht unterstützt die gute Laune. Wer sich jeden Tag in der Helligkeit eine Zeit an der frischen Luft bewegt, der produziert Serotonin, auch wenn die Sonne durch Wolken gar nicht zu sehen ist. Wer sich in der kalten und dunklen Jahreszeit ausreichend bewegt, kann auch ohne Bedenken Plätzchen und andere Leckereien der Weihnachtszeit naschen und braucht keine Angst vor überflüssigen Pfunden haben.

Starke Medikamente erschweren Arbeit des Immunsystems
Mit einer Erkältung gehen meist auch Atembeschwerden einher. Die Atemwege sind zugeschwollen und man bekommt schlecht Luft. Besonders anfällig sind Mund, Nase und Rachen, wenn man die Wohnung überheizt. Durch die trockene Heizungsluft werden die Atemwege ebenfalls trocken und so können sich die Erreger in der anfälligen Schleimhaut einnisten und gut vermehren. Denn dann stehen dort lokal weniger Abwehrzellen zur Verfügung. Wochenlanger Husten ist dann die Folge. Die Einnahme von harten Medikamenten lindert zwar die Beschwerden, aber die Symptome der Erkältung werden nur unterdrückt und die Arbeit des körpereigenen Immunsystems erschwert. Homöopathische Mittel helfen oft weiter, wie zum Beispiel ein Extrakt aus Efeublättern gegen Husten. Der Presssaft aus dem Kraut des Purpursonnenhutes, der unter anderem Echinacin und ätherische Öle enthält, stärkt die Abwehrkräfte bei Infekten. Durch die Verwendung von starken Medikamenten kann das Abwehrsystem die Erreger nicht mehr aus eigener Kraft zurückdrängen und es kommt häufig zu einer Zweitinfektion.



Hochleistungssport schwächt Abwehrkräfte temporär
Bewegung an frischer Luft und Wechselduschen, Dampfbadbesuche oder Saunagänge fördern die Durchblutung. Dadurch gewöhnen sich die Blutgefäße an schnelle Temperaturwechsel und lernen, sich schnell weit und eng zu stellen, wodurch immer eine gute Durchblutung gewährleistet ist. Weitere gute Tipps, wie man sich in der kalten Jahreszeit gegen Erkältungen schützt: beim Sport nicht übertreiben und sich vor Mahlzeiten gründlich die Hände waschen! Wer seinen Körper bis an die Grenzen schindet, wie es Hochleistungssportler tun, erhöht das Risiko eines Infektes deutlich, denn dabei wird das Immunsystem geschwächt. Selbst bei mäßigem Ausdauersport besteht in den ersten zwei Stunden nach Beendigung des Trainings erhöhtes Risiko. Innerhalb dieses Zeitraumes sollte man möglichst große Menschenmengen und kranke Personen meiden. Allerdings erhöht Sport an der frischen Luft die körpereigenen Abwehrzellen. Händewaschen hilft, da schweißnasse Hände die ideale Brutstätte für Viren sind, die beim Essen dann leicht für eine Erkrankung sorgen können.

Stress kann schnell zu einer Erkrankung führen
Unabhängig von der Jahreszeit sorgt Stress für ein geschwächtes Immunsystem. Bei Stress versetzt sich der Körper in Alarmbereitschaft und ist auf ein schnelles Weglaufen oder Angreifen vorbereitet. Dadurch werden die anderen Körperreaktionen heruntergeschaltet, so dass auch das eigene Abwehrsystem nicht mehr auf vollen Touren läuft. Bei Menschen, die sich zum Beispiel aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Ehekrach im Dauerstress befinden, ist das Immunsystem permanent geschwächt. Durch die depressive Stimmung in der kalten und dunklen Jahreszeit kann dies dann schnell zu einer Erkrankung führen. Nachdem nun ein Blick auf die Probleme in der kalten Jahreszeit geworfen und gezeigt wurde, warum es sich lohnt, im Winter Sport zu treiben, wird im zweiten Teil genauer darauf eingegangen, was sich im Körper abspielt und wie sich die Belastungen auf das körpereigene Immunsystem auswirken.