Alois Vogl vom SC Zwiesel beendet seine Karriere als alpiner Skirennfahrer. Der 36-jährige Slalom-Spezialist begründet diesen Schritt mit einem zu großen Trainingsrückstand in Folge einer langjährigen Darmerkrankung.

Weltcup-Rennen machen so keinen Sinn mehr
Alois Vogl tritt vom alpinen Rennsport zurück. Der Bundespolizist sieht keine Möglichkeit mehr, auf hohem Niveau in der Weltspitze zu fahren. "Ich hatte in den letzten Jahren mit den Folgen einer Darmerkrankung zu kämpfen und musste immer wieder pausieren. Eine Behandlung im Sommer dieses Jahres verlief zwar positiv und ich fühle mich fit. Aber um ganz vorne mitzufahren, ist der Trainingsrückstand einfach zu groß. Ein Start bei Weltcup-Rennen macht unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn mehr. Ich habe deshalb den Entschluss gefasst, meine aktive Karriere als Skirennfahrer zu beenden."

16 Jahre im Weltcup aktiv
1991 startete Alois Vogl erstmals in einem Weltcup-Slalom. Im Laufe seiner langen Karriere platzierte er sich im Weltcup 17-mal unter den besten Zehn und gewann acht nationale Meistertitel in Slalom und Riesenslalom. Insgesamt nahm der Bundespolizist an zwei Weltmeisterschaften (1997/2007) und zwei Olympischen Spielen (1998/2006) teil. Seine stärkste Saison fuhr Alois im Winter 2004/05, den er als Fünfter im Slalom-Weltcup beendete. Den größten Erfolg konnte er im mit dem Sieg des Klassikers von Wengen feiern.



Pläne für die Zukunft
Alois Vogl wird auch nach Beendigung seiner Karriere als aktiver Skirennfahrer bei der Bundespolizei bleiben. "Darüber hinaus könnte ich mir vorstellen, dem alpinen Skisport in welcher Form auch immer treu zu bleiben." Wolfgang Maier, Sportdirektor Alpin vom Deutschen Skiverband, hätte Vogl noch einiges zugetraut: "Wir bedauern den Rücktritt von Alois Vogl. Es ist schade, dass man Aktive mit einem solch hohen Leistungspotenzial durch langjährige Erkrankungen verliert. Alois wäre auch mit seinen 36 Jahren noch in der Lage gewesen, auf internationalem Niveau ganz vorne mitzufahren. Wir werden Alois Vogl im Rahmen der Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen verabschieden."