Freeskier Felix Wiemers sprach mit uns im Funsporting-Interview über den großen Nachteil, ein Nordhesse zu sein, über Freeskiing in zehn Jahren und über seine Ziele für die Saison.

Was wärst Du heute, wenn nicht Freeskier?
Bestimmt kein Racer.

Woher kam Dein Interesse am Freeskiing? Wie kamst Du zu diesem Sport?
Ich war schon immer mit meinen Eltern in den Alpen unterwegs und hab dann ein paar Jungs im Funpark hüpfen sehen. Dann hab ich einfach probiert alles mögliche nachzumachen. Nach ein paar Skifilmen und Zeitschriften ging das Ganze dann immer weiter. Hab mich dann auch nicht so schlecht angestellt, da ich als Kunstturner wohl ganz gute Vorraussetzungen für den Sport habe.

Was sagen Deine Eltern dazu?
Meine Mama ist manchmal ein bisschen ängstlich. Mein Papa schaut gern zu und macht Fotos vom Riden. Alles in allem denke ich aber, dass sie stolz auf mich sind. Außerdem kann ich sagen, dass sie mich immer unterstützt haben, in dem was ich vor hatte..

Gab oder gibt es Vorbilder?
Vorbilder weniger, mich haben immer die Fahrer fasziniert, die jedes Terrain am Berg gut fahren können. Also für mich ist herausragend, wenn ein Rider gleichermaßen freeriden kann, Kicker springt, Rails shreddet und die Pipe beherrscht.

Ziele für diese Saison? Ziele überhaupt?
Erstmal will ich so viel es eben möglich ist mit Spaß und meinen Freunden zum Riden gehen, einige lustige Contests fahren. Trickmäßig würde ich gern mehr Doubleflips probieren und am besten natürlich auch stehen. Dann meine Switch 10 verbessern und von all dem ein gutes Video schneiden. An unserer Homepage whiterush.de weiterarbeiten.

Wo siehst Du Freeskiing in 10 Jahren? Und wo siehst Du dich persönlich?
Freeskiing wird sich wohl noch krass weiterentwickeln. Jeder zweite Skifahrer wird mit Twintips umherkurven. Mich seh ich dann hoffentlich in den Bergen, vielleicht ja noch als Freestyler, aber sicherlich wird es dann mehr ins Backcountry gehen, Schnee wird ja wohl noch über sein.

Wie bereitest Du Dich auf einen Wettkampf vor?
Wettkampf bedeutet bei mir meistens sieben Stunden Fahrt, da ich als Nordhesse wohl nicht so ganz optimal wohne, um Freeskier zu sein. Nach einer solchen Fahrt bin ich immer heiß auf Skifahren und perfekt eingestimmt.

Was war -gefühlt- dein größter Erfolg? Was deine größte Niederlage?
Das erste Mal mit einem Twintip an den Füßen zu springen war für mich das Größte. Die größte Niederlage war dann wohl der erste Skibruch. Mein erster Twintip, für den ich eine ganze Saison gespart hatte, brach beim ersten Frontflipversuch.

Was bedeutet „wahrer Luxus“ für Dich?
Ein Meter Powder, Sonne und allein mit meinen Freunden.

Ein Urlaubsziel?
Mayrhofen rockt.

Der letzte Film, für den Du dich begeistern konntest?
„Wo ist Fred“ ist einfach genial.

Wie sieht ein Wochenende ohne Freeskiing aus? Und was machst du den Sommer über?
Wenn ich nicht am Skifahren bin, dann steh ich meistens in der Turnhalle oder bin beim Windsurfen.

Drei Dinge ohne die Du nicht auskommst, die du immer bei Dir hast?
Hose, Schuhe und ein T-Shirt.

Quelle: Freeskiing News auf funsporting.de