Das Dateiformat der Bilder bestimmt über die Qualität und den benötigten Speicherplatz auf dem Medium der Wahl. Einen überragenden Stellenwert nimmt dabei das JPEG (Joint Photographic Experts Group) ein. Dieses Format sorgt für niedrige Dateigrößen bei minimalem Qualitätsverlust. Wer maximale Qualität braucht, wird sich für das TIFF(Tagged Image File Format) entscheiden. Dabei geht keine Dateiinformation verloren, die Datenmenge ist entsprechend größer. Für Aufnahmen mit besonders hoher Auflösung, die auch für großformatige Printabzüge gedacht sind, macht dieses Format jedoch Sinn. Ein Vergleich macht den Datenaufwand deutlicher: Ein Foto im TIFF-Format, das 20 Megabyte Speicherplatz belegt, kann fast ohne Qualitätsverlust als JPEG mit einer Dateigröße von nur fünf Megabyte gespeichert werden - es passen also viermal so viele JPEG's auf einen Datenträger. Man kann die Dateiengröße beim JPEG auch noch weiter reduzieren, muss dann aber einen immer deutlicheren Qualitätsverlust hinnehmen. Wer seine Aufnahmen nur für E-Mails oder Internetseiten nutzen will, wird am JPEG kaum vorbeikommen. Alternative Dateiformate sind hier das GIF (Graphic Interchange Format), das die Anzahl der Farben reduziert (je nach Einstellung von 256 bis vier) und sich deshalb eigentlich nur für Grafiken wirklich anbietet. Das PNG (Portable Network Graphics) ist für die optimale Wiedergabe von Farben im Internet ausgelegt. Im Internet kommt der Datenkomprimierung ein hoher Stellenwert zu, da sich die Websites bei großen Dateimengen nur sehr langsam aufbauen. Wer sich für sein Medium und das Dateiformat entschieden hat, sollte sich nun nach einer geeigneten Bildarchivierungs-Software umsehen.

Softwarelösungen zur Bildarchivierung
Eine Mediendatenbank zu erstellen ist für einen Fotografen unumgänglich. Kommen viele Bilder zusammen, dürfen diese schließlich nicht in der Versenkung verschwinden. Die meisten aktuell erhältlichen Programme funktionieren dabei über die Zuweisung von Kategorien zu Bildern. Dadurch ist eine nachträgliche Suche und Ordnung einfach. Allerdings ist es unterschiedlich aufwendig, die Programme nach den eigenen Anforderungen einzustellen. Die zweite wichtige Funktion einer Bilddatenbank ist die Suchfunktion. Dabei sollte die Software eine möglichst einfache und effektive Suche gewährleisten. Die Preisfrage ist eine weitere wichtige Komponente. Einzelplatzlösungen sind im Handel zwischen 50 und 170 Euro erhältlich, Netzwerklösungen sind zumeist viel teurer und können bis zu 5.000 Euro kosten. Wer diese Investitionen scheut und noch nicht über so viele Bilder verfügt, kann sich natürlich auch vorerst mit der Funktionalität günstiger Bildbearbeitungssoftware begnügen, die in einigen Fällen eine Katalogisierung ermöglicht. Sollen die Bilder aber auch potenziellen Käufern, beispielsweise über Internet-Bildergalerien, präsentiert werden, ist eine Datenbank unumgänglich. Empfehlenswerte Produkte kommen hierbei aus dem Hause iView (www.iview-multimedia.de). Die Software MediaPro 3.1 ist mit 169 Euro Anschaffungskosten nicht die günstigste Lösung, schnitt aber im Vergleichstest der Fachzeitschrift c't (Heft 14/2006) am besten ab. Eine günstige, aber in der Einrichtung zeitaufwendige Alternative, ist das Programm Imatch 3.5. Es kostet nur rund 50 Euro. Weitere Informationen zu diesem Programm gibt unter www.photools.com.