Je nach den eigenen Ansprüchen wird man sich auch festlegen müssen, wieviele Pixel eine digitale Kamera haben sollte. Bilder unter einem Megapixel (entspricht einer Million Pixel) können allenfalls für Internetseiten oder E-Mails genutzt werden. Mit zwei Megapixeln lassen sich Abzüge bis zum Format 10x15 Zentimeter machen. Vier Millionen Bildeinheiten lassen Abzüge in Din A4 zu, bei acht Megapixeln kommt man sogar auf A3-Format.

Die beste Wahl für den ambitionierten Sportfotografen
Kameras mit mittlerer bis sehr guter kreativer Kontrolle sind Spiegelreflex- und Mittelformatkameras. Spiegelreflexkameras haben durch die Bank eine mittlere bis gute Auflösung. Die Handlichkeit nimmt aber aufgrund der Größe und der verschiedenen Bedienelemente im Vergleich zu einer Kompaktkamera ab. Erhältlich sind Spiegelreflexkameras sowohl im günstigen als auch im teuren Bereich. Bei Apparaten dieser Gattung hat man eine noch größere Einflussnahme. Durch Wechselobjektive lassen sich die Brennweiten austauschen. Der Fotograf kontrolliert Verschlusszeiten und Blende selbst, wodurch auch schnelle Bewegungen gut festzuhalten sind und qualitativ gute Sportbilder geschossen werden können. Bei günstigeren Modellen ist aber darauf zu achten, dass die Kameras auch einen Autofokus haben. Für Modelle, die in den Profisektor fallen, muss der Fotograf meist tief in die Tasche greifen, besonders bei digitalen Versionen. Die Profi-Kameras zeichnen sich zudem durch Robustheit und gute Ausstattung aus - wer nicht täglich mit dem Fotoapparat unterwegs ist, benötigt hier vielleicht nicht die teuerste Variante. Auch hier sei eine Beispielkamera aus dem Hause Samsung genannt, die GX-1S. Diese digitale Spiegelreflexkamera weist eine leichte und kompakte Form auf. Bei der Wahl des richtigen Motivs hilft der extra helle Pentaprisma-Sucher. Der große 2,5 Zoll TFT-LCD-Monitor sorgt für eine exzellente Bildwiedergabe. Zudem wird die GX-1S durch einen 11-Punkt-Autofokus und die hohe Empfindlichkeit (ISO 3200) charakterisiert.


Flexible Brennweite: Pluspunkt für die Spiegelreflexkamera
Verschiedene Brennweiten eignen sich besonders für spezielle Motive. Dabei zeigt sich die gute Eignung der Spiegelreflexkamera für die Sportfotografie. Für Kompaktkameras sind mögliche Brennweiten 28 bis 35 mm, die sich für Schnappschüsse, Gruppenaufnahmen und Landschaftsbilder eignen. 100 mm gelten als ideal für Einzelportraits, 200 mm eignen sich für Gesichts- und Detailaufnahmen. Noch längere Brennweiten zwischen 300 und 600 mm aber sind optimal für Sportbilder. Ein größerer Abstand zum Geschehen (wie etwa beim Surfen) ist ein Argument für ein Super-Teleobjektiv. Letztlich kommt ein ambitionierter Sportfotograf also kaum um eine Spiegelreflexkamera mit 300 mm Teleobjektiv herum.

Mittelformat: nicht erste Wahl
In der teuren Kategorie siedelt sich ein weiterer Kameratyp an, die Mittelformatkamera. Ihre Auflösung ist hoch, aber die Handhabung kompliziert. Mit einer Mittelformatkamera kann man mit einem größeren Aufnahmeformat Details besser herausstellen. Damit ein größeres Format zustande kommen kann, muss das Gehäuse der Kamera auch größer sein, was zu einem schlechteren Handling führt. Zwar ist die kreative Kontrolle sehr gut, aber oft steht diese im Konflikt mit der häufig nicht sehr leichten Bedienbarkeit. Der einzulegende Film ist ein Rollfilm, es gibt aber auch schon für ein paar Modelle ein digitales Magazin. Für die Sportfotografie eignet sich dieser Kameratyp nicht, auch ist er nicht erste Wahl für den Fotografie-Einsteiger.