Sieben Tonnen Material verstaute das Schweizer Ski Team für die Übersseereise nach Argentinien. Dieses Gepäck fuhr erst im Laster aus den Alpen nach Madrid und wurde von dort nach Buenos Aires geflogen, um dann zu den Trainingsorten Las Lenas und Ushuaia gekarrt zu werden. Ein hoher Aufwand für Logistik und den Geldbeutel. Doch für die Stars um Didier Cuche sollen schließlich perfekte Bedingungen im Trainingslager herrschen.


Das Wetter spielt mit
Der Zeitpunkt war jedenfalls perfekt, wie Swiss Ski-Trainer Martin Rufener bestätigt: "Wir trafen hier auf unglaublich gute Schneeverhältnisse: In Ushuaia lag seit zehn Jahren nie mehr so viel Schnee!" Das sollte sich auszahlen, wenn auch jetzt noch kein Überblick über den einzelnen Leistungsstand erkennbar ist: "Während der Trainings in Argentinien versuchen wir, auf die individuellen Bedürfnisse der Athleten einzugehen, ihre Schwächen zu eruieren und diese Lücken mit gezielten Trainingseinheiten zu schließen. Die Kompaktheit jedes einzelnen Athleten soll verbessert werden," erklärt Rufener. Doch für die Schweizer Equipe ist dieser Zeitraum schon wegweisend, auch im Bereich der Materialabstimmung. Denn nach Argentinien wird sich nach einer kurzen Pause schon auf den Opener in Sölden vorbereitet.

Keine Verletzten
Daher ist es besonders wichtig für die Eidgenossen, dass sie derzeit keine neuen Verletzungsfälle zu beklagen haben. Nur Silvan Zurbriggen blieb in der Heimat, zudem ist Youngster Lara Gut nicht bei der Mannschaft, sondern bereitet sich mit ihrem Team allein auf die neue Saison vor. Teilnehmer Ambrosi Hoffmann weiß die guten Bedingungen vor Ort dagegen zu schätzen: "Hier trainieren wir nicht auf schwerem, nassen Gletscherschnee, sondern auf perfekten Pistenverhältnissen. Nur so kann ich das richtige Gefühl für die Skier und für das Material bekommen." Außerdem gibt es noch einen weitere Pluspunkt: Die geringe Höhe. "Das Klima ist derart rau, dass wir bereits auf Meereshöhe perfekte Pistenverhältnisse antreffen," meint Hoffmann. "Hier können wir ohne Ermüdungserscheinungen bis zu fünf Trainingseinheiten fahren - auf den Schweizer Gletschern sind zwei bis drei Läufe möglich."

Quelle:www.swiss-ski.ch