Jeder, der seine Ausdauer spezifisch trainiert, möchte natürlich gerne wissen, ob er auch Fortschritte macht. Mit Hilfe simpler Tests lässt sich dies sehr genau überprüfen.

Was taugt als Kondi-Test?
Die Vorbereitung auf eine Wintersportart wie Skifahren schließt den Aufbau von Ausdauer mit ein. Um sie auszubauen gibt es diverse Möglichkeiten. Doch was könnt ihr tun, um herauszufinden, ob eure Initiativen auch greifen, sich eure Leistung auch verbessert? Aufschluss über diese Fragen geben gewisse Ausdauertests.

Schon traditionelle Methoden sind wirksam
Auch wenn es banal klingt gibt es sehr einfache Methoden, um die eigene Ausdauerleistung zu kontrollieren. Wer regelmäßig die gleiche Strecke läuft oder fährt und auf die Uhr schaut, um seine Zeiten zu vergleichen, der erkennt natürlich auf einfachstem Wege eine Steigerung. Ratsam ist es dabei, eine möglichst lange Strecke zu wählen, da auf dieser natürlich die Grundlagenausdauer mehr zum Tragen kommt. Unterschiedliche Kurzstreckenleistungen könnten dagegen auch aufgrund von Tagesform variieren.

Krankenkasse empfiehlt Stuhltest
Die Techniker Krankenkasse schlägt darüber hinaus ein simples Verfahren zur Ausdauerermittlung vor. Dafür werden lediglich zwei unterschiedliche Ebenen benötigt (zwei Treppenstufen oder Hocker und Stuhl). Nach dem Messen des Ruhepulses muss die höhere Ebene innerhalb von drei Minuten 90mal bestiegen werden. Direkt danach sollte der Puls erneut gemessen werden, es handelt sich dabei um den so genannten Belastungspuls. Wiederum eine Minute später wird der Erholungspuls überprüft. Die drei Pulswerte werden nun addiert, von ihnen wird 200 abgezogen und das Ergebnis wird durch zehn dividiert. Wem das zu schnell ging, hier noch einmal die Formel:

(RP + BP + EP - 200) : 10 = Ergebnis

Das erhaltene Ergebnis gibt nun Auskunft über die Ausdauer des Getesteten. Sehr gut: Sehr gut: ein Wert kleiner als 10 (Männer)  oder unter 11 (Frauen). Als gut gelten 10-12 (Männer) bzw. 11-14 (Frauen), normal sind 13-16 (Männer) oder 15-17 (Frauen). Wer darüber liegt, sollte in jedem Fall noch nicht aufhören zu trainieren ...

Der Klassiker unter den Ausdauertests: Coopertest
Der amerikanische Sportmediziner Kenneth H. Cooper (*1931) erkannte im Alter von 29 Jahren einen Rückgang seiner Leistungsfähigkeit. Er beschloss sich darauf intensiver mit dem Fitness-Gedanken zu beschäftigen und entwickelte zahlreiche Übungen, um das körperliche Wohlbefinden durch Sport zu steigern. Der Begriff Aerobic stammt auch von ihm. Im Zuge dessen entwickelte er außerdem ein Testverfahren, mit dem der Mensch seine Ausdauer sicher überprüfen kann. Ein zwölfminütiger Lauf soll dabei Aufschluss über die persönliche Situation geben - mehr Infos dazu erhaltet ihr übe den Link unten.

Sportabzeichen als Messlatte für Ausdauer
Vielleicht ist es aus der Schulzeit noch bekannt: das gute, alte Sportabzeichen. Doch, was die Wenigsten wissen: Das Deutsche Sportabzeichen existiert auch für Erwachsene und kann jedes Jahr wiederholt werden. Dabei werden im Ausdauerbereich sogar nicht nur die konventionellen Sportarten wie Laufen oder Radfahren überprüft. Wer möchte, kann als Alternative zu 3.000 (Männer) oder 2.000 (Frauen) Metern laufen auch zehn Kilometer Skaten oder Ski-Langlaufen, 1.000 Meter Schwimmen oder zehn Kilometer Wandern. Die genauen Vorgaben zu den Erwartungen des Deutschen Sportabzeichens findet ihr zum Beispiel bei eurem örtlichen Leichtathletikverein. Der DOSB veranstaltet darüber hinaus eine Sportabzeichen-Tour, auf der jeder seine Leistung in den geforderten Sportarten abliefern kann. Wer den Ausdauerteil des Sportabzeichens also mit einer gewissen Leistung schafft, kann sich für den Skiwinter als durchaus gerüstet betrachten.

Weiterführende Links:
Stuhltest

Coopertest

Sportabzeichen