Park City im US-Bundesstaat Utah war der Standort eines ungewöhnlichen Trainingslagers der US-Skimannschaft. Im Hockey Camp bereitete man sich eine Woche auf eine abschließende Partie vor. Zwei mal pro Tag, morgens und nachts, ging es für die Athleten auf das Eis, um als perfekte Eishockey-Cracks die Woche zu beenden. Fünf Tage intensives Training halfen dabei nicht nur, die teilweise verstaubten Eishockey-Techniken wieder aufzufrischen, sondern trugen auch zum Zusammenhalt in der Mannschaft bei: "Das Trainingslager war sehr aufregend. Es macht immer eine Menge Spaß, mit den Jungs hier herauszufahren", zieht Olympiateilnehmer Steve Nyman eine positive Bilanz.


Wenn der Sport für eine kurze Zeit zur Nebensache wird
Der Morgen vor dem abschließendem Spiel, dem so genannten "Hunt Cup", Namensgeber ist Alpindirektor Jesse Hunt, führte das Team dagegen zunächst in eine ganz andere Richtung als zur Halle. Vor ihnen lagen einige Minuten Bastelarbeit mit Patienten des Kinderkrankenhauses in Salt Lake City. "Das Lächeln auf ihren Gesichtern zu sehen war einfach schön", konnte sich nicht nur Ted Ligety für diese eineinhalb Stunden begeistern. Cheftrainer Sasha Rearick fasste zusammen: "Mit dem, was wir tun, sind wir in einer sehr glücklichen Lage und dürfen dabei noch um die Welt reisen. Ich denke es ist wichtig, der Gesellschaft davon etwas zurückzugeben und den Menschen zu helfen."

Angsthasen waren hier fehl am Platz
Zurück auf dem Eis wartete dann bereits das abschließende Spiel auf das Team, in dem nicht nur die Pucks durch die Luft flogen. Dank eines Ellbogenchecks von Marco Sullivan durfte sich Cody Marshall den Ausgang der Partie nur noch von der Bank ansehen. Auch mit blauem Auge konnte er erkennen: "Es war durchaus aggressiv!" Und egal, ob man nun in Shorts auflief, wie Ligety, oder in langer Hose, diese gemeinsame Woche hat die Männer eindeutig zusammengeschweißt.