"Es ist perfektes Wetter und die Schneebedingungen sind hervorragend", klingt es aus den Lautsprechern. Ein perfekter Skitag steht mir also bevor. Ich stoße mich mit den Stöcken ab und biege in den Fuchsweg ein. Eine breite Piste für Anfänger, nur wenig Gefälle. Ich schwinge hin und her - gar nicht mal schlecht für meinen ersten Gehversuch auf den Latten. Dann rauscht jedoch ein anderer Skifahrer in mich rein, von hinten. Bei seinem Tempo müsste ich mir in der Wirklichkeit ernsthafte Sorgen um meine Bänder und Knochen machen. Bei Family Ski, dem neuesten Spiel für die Nintendo Wii Spielekonsole, ist das kein Problem. Mein Mii, so heißt meine Spielfigur, stürzt zwar, kann aber danach locker weiterfahren.


Lifestyle first
Family Ski entführt uns ins Happy Ski Resort, einem virtuellen Skigebiet mit 13 Pisten, die bei Tag und Nacht befahren werden können. Vor dem ersten Trip steht erst einmal die Einkleidung an. Kleidung, Ski und Stöcke können aus einem bereits am Anfang recht umfangreichen Pool ausgesucht werden - durch das Spiel lassen sich hier noch weitere Features freischalten. Im Freeski-Modus kann ich dann das Skigebiet frei durchfahren. Nach der Abfahrt geht's per Sesselift wieder nach oben, die Pisten weisen unterschiedliche Charakteristika auf - vom Idiotenhügel über Tiefschneepisten bis zu sprunglastigen und extrem steilen und eisigen Hängen.



Balance Board bevorzugt
Gesteuert wird - wie bei der Wii üblich - interaktiv. Dabei kann das Spiel auch nur mit den Fernbedienungen (Wii-Mote und Nunchuck) gespielt werden - richtig Spaß macht es wohl erst mit dem Balance Board. Das ermöglicht die Steuerung durch Gewichtsverlagerung und ist für ein Videospiel bereits recht nah dran am echten Skifahren. Die Fernbedienungen übernehmen den Part der Skistöcke. Als Koordinationstraining mag Family Ski sogar einen nützlichen Effekt für den kommenden Winter haben - in jedem Fall macht es Spaß, auch wenn am Anfang noch nicht alles gleich gelingt. Zur eigenen Verbesserung gibt es die spielinterne Skischule. Ganz wie im echten Leben.

Spiele im Spiel
In Family Ski ist man auch als Einzelspieler nicht allein - Dutzende von Computercharakteren warten darauf, angesprochen zu werden und bieten verschiedene Mini-Aufgaben an. Ich treffe zuerst auf einen Freestyler, der mich auffordert, einen 720 zu zeigen. Kein Problem, mutmaße ich unwissend, bleibe aber bei einem 360 stehen. Springen muss ich also noch üben. Das erste Wettrennen klappt da schon besser. In der Speedvariante bin ich sofort schnell. Der Slalom, der eigentlich eher ein Riesenslalom ist, fordert schon mehr Körperbalance und Timing auf dem Board. Und bei der Buckelpiste ist Schnelligkeit beim Wedeln gefragt.



Ab in den Schnee!
Doch am besten ist eine freie Tour durch das Happy Ski Resort. Und da kann einem tatsächlich alles passieren, was auch in Wirklichkeit ansteht. So treffe ich an einem Ziehweg auf eine Ski-Oma und einen einen jugendlichen Ski-Roudy und komme an beiden bis zum Schluss nicht vorbei. Da ist es besser, sich einen anderen Lift auszusuchen. Ich werde mich wohl für die Löwenpiste entscheiden, denn die soll die schwerste sein. Und, so mutmaßt ein Wii-Charakter, der nicht Reinhold hieß, womöglich sehe ich dort sogar den Yeti!



Ausflug in den Winter
Das Fazit: Family Ski ist für die Wii in Verbindung mit dem Balance Board ein empfehlenswerter Exkurs in den virtuellen Winter. Wer also nicht mehr warten kann auf die ersten geöffneten Lifte, der kann sich im Happy Ski Resort eine Liftkarte ordern. Der Preis: Rund 50 Euro - allerdings ist das Balance Board dabei nicht enthalten. Bei Ski2b könnt ihr bis zum 10. Juli zwei Ausgaben des Spieles gewinnen - klickt einfach auf den angehängten Artikel für alle weiteren Infos.

Steckbrief
Spieler: bis zu vier
Preis: 49,85 Euro
ASIN: B00190MVJS
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2008


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