Wo fand die beste Weltcup-Veranstaltung statt? An welchem Ort herrschte die beste Stimmung? Natürlich werden in dieser Kategorie einige Klassiker genannt, aber auch der Gastgeber der nächsten Olympischen Winterspiele darf hier nicht fehlen.

Kitzbühel
Während im vergangen Jahr das Programm am legendären Hahnenkamm Wochenende noch gestutzt werden musste, ging es im Januar 2008 wieder richtig rund auf Streif und Ganslern. Auf den Super-G am Freitag folgten eine Abfahrt, ein Slalom und die daraus resultierende Kombinationswertung. Doch neben den spannenden Wettkämpfen gab es auch weniger schöne Momente. Schlimme Stürze wie der des US-Amerikaners Scott Macartney überschatteten das Wochenende. Dennoch - 'Kitz' ist für viele einfach das Größte.

Wengen
Wengen war die zweite Station im Rennkalender der Herren 2008. Ähnlich wie in Kitzbühel wurden hier in Super-Kombination, Slalom und Abfahrt die Sieger ermittelt. Dabei ist die Abfahrt auf dem Lauberhorn wie in jedem Winter ein besonderes Highlight. Bevor der Rennfahrer von der begeisterten Menge im Ziel empfangen wird, muss er zunächst Hundschopf, Brüggli-S, Haunegg-Schuss und Ziel-S überwinden. Am schnellsten gelang das wie schon im Vorjahr Bode Miller. Aber abgesehen vom Sieg des US-Amerikaners stand der Weltcup ganz im Zeichen des jungen Jean-Baptiste Grange. Sein Stern ging in dieser Saison auf, nicht zuletzt als er in der Kombination sensationell von 27 auf eins nach vorn schoss und tags darauf noch den Slalom gewann.


Zagreb
Zagreb begrüßte im Februar die Techniker unter den Weltcup-Damen und -Herren. Bei der stimmungsvollen Snow Queen Trophy direkt neben der kroatischen Metropole feierte die Finnin Tanja Poutiainen mit ihrem zweiten Sieg in Zagreb nach 2005 ihr Comeback im Slalom. Die 27-Jährige gewann vor Marlies Schild und Veronika Zuzulova. Zwei Tage später waren die Männer an der Reihe. Nachdem im ersten Durchgang der Lokalmatador Ivica Kostelic vorn lag, war es für den späteren Sieger Mario Matt kein leichtes Unterfangen, seinen finalen Lauf fehlerlos nach unten zu bringen. Doch der Österreicher behielt die Nerven und Kostelic wurde Zweiter in der Heimat. In Zagreb führte der Fahrplan Herren und Damen zusammen - und der Event kam an.

Bormio
Bei der Aufzählung der besten Weltcup-Veranstaltungen muss natürlich auch das Finale genannt werden. Mitte März kam es in Bormio zum Showdown in fast allen Disziplinen, viele Kristallkugeln waren noch nicht vergeben. Obwohl die Abfahrtswettbewerbe zu Beginn des Wochenendes und der Nations-Team-Event am letzten Tag ausfielen, bleiben die letzten Rennen der Saison mit manch überraschendem Ausgang, jubelnden Siegern, aber auch enttäuschten Gesichtern in Erinnerung.

Vancouver
Zwei Jahre vor den Olympischen Winterspielen 2010 fanden in Whistler die Testläufe im Rahmen des Ski-Weltcups statt. Abgesehen von einem Spezialslalom wurde in jeder Disziplin ein Rennen ausgetragen. Die Sieger hießen Christoph Gruber im Super-G, Nadia Styger in der Abfahrt, Hannes Reichelt im Riesenslalom und Maria Riesch in der Super-Kombination. Die Strecken überzeugten die Athleten und auch das Wetter spielte besser mit, als befürchtet worden war. Somit können sich alle Athleten, die in zwei Jahren mit von der Partie sein werden, auf gute Wettbewerbe in Kanada freuen. Einziger Wermutstropfen: Für den Trip nach Whistler mussten die Athleten ein zweites Mal und nur für wenige Tage über den Atlantik jetten, ein hoher Stressfaktor also für die Stars, die am Wochenende darauf schon wieder in Europa antreten mussten. Dennoch könnt ihr hier für Vancouver stimmen!