In jeder Saison gibt es Rennen, die besonders in Erinnerung bleiben. Im vergangenen Winter sorgten die folgenden fünf Ereignisse für große Aufmerksamkeit. Lest weiter und ihr werdet die Bilder wieder vor Augen haben!

Bode Miller in Kitzbühel
Am Kitzbühel Wochenende im Januar wurden den Zuschauern nach der Speed-Absage im Vorjahr wieder spektakuläre Rennen geboten. Bode Miller ist dabei seinem Ruf als Top-Favorit für den Kombinationssieg gerecht geworden. Mit einem glänzenden Resultat in der Abfahrt und einer guten Platzierung im Slalom hat der US-Amerikaner den Titel des Hahnenkammsiegers errungen. Das Erlebnis dabei: Miller raste auf der Streif in der Traverse etwas von der Ideallinie entfernt mit beiden Skiern über die Bande - und dennoch aufs Podest!


Super-G Finale Herren
In einem zunächst unspektakulären Super-G beim Weltcup-Finale in Bormio (ITA) sorgte Hannes Reichelt für den Coup des Tages. Er entriss dem Schweizer Didier Cuche die so sicher geglaubte kleine Kugel für die Disziplinwertung. Mit dem Sieg im Super-G konnte der Österreicher seinen Rückstand von 99 Punkten aufholen und setzte sich mit einem Punkt Vorsprung an die Spitze vor Cuche, der als 16. leer ausging. Dabei entschied eine Hundertstel über die Kugel - knapper geht es nicht!

Damen-Abfahrt in St. Moritz
Nachdem die Damen dem Schweizer Nobelskiort bereits im Dezember einen Besuch abgestattet hatten, wurden Anfang Februar zwei weitere Speed-Rennen in St.Moritz ausgetragen. Die Österreicherin Maria Holaus sah bei der von einigen Ausfällen überschatteten Abfahrt in St. Moritz lange wie die sichere Siegerin aus. Nach den besten 30 wurde sie aber zunächst von Lara Gut geschockt, die um ein Haar die Führung übernommen hätte. Die besseren Bedingungen in der zweiten Hälfte der Abfahrt nutzte vor allem Tina Maze. Trotz der hohen Startnummer 47 gelang es der Slowenin noch, die Bestzeit um 34 Hundertstel zu unterbieten - während im Ziel die vermeintlichen Sieger schon Interviews gaben.

Grange fährt bei Super-Kombi in Wengen von 27 auf 1
Ein weiterer Klassiker im Rennkalender ist Wengen. In diesem Jahr fand dort neben Abfahrt und Slalom auch die Super-Kombination statt. Dabei gelang dem Franzosen Jean-Baptiste Grange ein Meisterstück. Als 27. nach der Abfahrt durchquerte er den Stangenwald in einer Zeit, die von der Konkurrenz nicht annähernd erreicht wurde und holte sich so seinen ersten Sieg in einer Weltcup Super-Kombination mit einem Vorsprung von sechs Hundertstelsekunden.

Hundertstel-Krimi beim Super-G in Gröden
Auch in Gröden hat sich im Dezember Historisches ereignet. Nicht nur die Tatsache, dass Didier Cuche in seinem 250. Weltcup-Rennen siegreich war, auch die Hundertstelentscheidung auf den ersten drei Plätzen sorgten für große Spannung. Marco Büchel setzte zunächst mit Startnummer neun die Bestzeit, erst Bode Miller übernahm mit Nummer 21 die Führung um zwei Hundertstel. Gleich hinter ihm startete Didier Cuche - und unterbot Millers Marke um weitere zwei Hundertstelsekunden. Insgesamt lagen am Ende die ersten sieben Racer innerhalb von drei Zehntelsekunden. Dieses Rennen war etwas für die Fans des Skisports.