In der Kategorie bester Athlet stehen Bode Miller, Hannes Reichelt, Didier Cuche, Manfred Mölgg und Ted Ligety zur Wahl. Damit euch die Entscheidung leichter fällt, könnt ihr unten noch einmal die Saisonleistungen dieser Herren in der Zusammenfassung lesen.

Bode Miller
Der Vorjahressieger im Gesamt-Weltcup wurde in dieser Saison von einem altbekannten Champion abgelöst. Bode Miller hat im vergangenen Winter zu seiner Stärke zurückgefunden und sich zum zweiten Mal nach 2005 die große Kristallkugel für den Gesamt-Weltcup gesichert. Neben seinen Top-Platzierungen im Speed-Bereich ist der US-Amerikaner auch in den technischen Disziplinen wieder an die Weltspitze herangekommen, so dass drei Siege in den Kombinationsrennen heraussprangen und er sich auch hier schließlich die Siegerkugel abholte. Nicht zuletzt haben ihm diese Leistungen im Januar 2008 den Titel des Hahnenkammsiegers eingebracht. Keine Frage: Bode ist ein echter Champion.


Hannes Reichelt
Hannes Reichelt sorgte beim Saison-Finale in Bormio für eine Sensation. Zwar war er während der ganzen Saison im Super-G ein Kandidat für vordere Plätze, was zwei Siege und ein zweiter Rang belegen, doch der ganz große Coup gelang ihm im letzten Rennen der Saison. In Bormio nämlich schnappte der Österreicher Didier Cuche aus der Schweiz den sicher geglaubten Titel in der Super-G Wertung buchstäblich vor der Nase weg, als er die Bestzeit erzielte und Cuche, der für den 16. Rang keine Punkte einstrich, mit nur einem Zähler Vorsprung besiegte. Damit konnte er als einzige Österreicher eine Kugel für das Herren-Team des ÖSV holen.

Didier Cuche
Auch wenn man ihn hinsichtlich des verlorenen Super-G-Wertung als Pechvogel bezeichnen kann, so hatte Didier Cuche bereits im Vorfeld des Weltcup-Finales Grund zum Jubeln gehabt. Denn in der Abfahrt war der Schweizer der überragende Mann des Winters. Da das letzte Rennen dieser Disziplin in Bormio abgesagt worden war, stand er vorzeitig als Gewinner der kleinen Kristallkugel fest. Neben dem Sieg auf der traditionellen Streif, landete er nur in drei von neun Wettbewerben nicht auf dem Podium - eine beeindruckende Bilanz. Cuche mischte zudem auch in der Gesamtwertung wieder ganz vorne mit. Ein Grund mehr, für den sympathischen Schweizer abzustimmen.

Manfred Mölgg
Ähnliches Glück wie Reichelt im Super-G hatte auch Manfred Mölgg im Slalom. Vor dem finalen Rennen in Bormio rechnete man mit einem Durchmarsch seines Konkurrenten Jean Baptiste Grange, der die konstantesten Slalomleistungen des Winters zeigte. Aber auch dem Franzosen flatterten im letzten Lauf die Nerven - ein dicker Patzer kurz vor dem Ziel ließ ihn schließlich außerhalb der Punkteränge landen. Somit war der Weg frei für den Italiener Mölgg, der seinen Lauf als bester des ersten Durchgangs nur noch sicher ins Ziel bringen musste. Im Zielraum erwartete ihn tosender Applaus seines heimischen Publikums - und die erste Kugel seiner Karriere.

Ted Ligety
Im Riesenslalom setzte in diesem Winter vor allem Ted Ligety Akzente. Es gab kein Rennen, in dem er nicht unter den Top 5 landete. Insgesamt erreichte der US-Amerikaner zwei Siege in der Disziplin. So auch beim Finale in Bormio, bei dem er seinen Konkurrenten Benjamin Raich im Kampf um die Riesenslalomkrone gänzlich abschütteln konnte. Zusammen mit der Leistung von Bode Miller, der neben seinem Triumph im Gesamt-Weltcup außerdem noch die kleine Kugel für die Super-Kombination erhielt, hat das amerikanische Team den Weltcup der Herren mit dem Gewinn von insgesamt drei Kristallkugeln dominiert.