Aksel Lund Svindal ist wieder zurück auf den Skipisten. Beim Verbier High Five stellte er sich zum ersten Mal nach seiner schweren Verletzung wieder dem internationalen Wettbewerb und gewann sogar in einer Kategorie, dem Parallelslalom, vor Didier Cuche und Didier Defago. Für den Norweger ging es damit erstmals wieder zwischen den Toren zur Sache, nachdem er zunächst beim Freeskiing sein Skigefühl wieder gefunden hatte.


Automatismen fehlen
Noch ist Svindal nicht der 'alte', der 2007 den Gesamtweltcup holte und in den ersten vier Rennen der letzten Saison gleich zwei siege feierte, ehe der Trainingssturz in Beaver Creek (USA) den Winter vorzeitig beendete. Danach verlor der Norweger über 15 Kilogramm an Gewicht und musste sich langsam wieder in Wettkampfform bringen. "Es war gut, wieder die Spannung vor dem Rennen im Magen zu spüren. Mir fehlen zwischen den Toren jetzt noch einige Automatismen," urteilte Svindal selbst nach seinem Auftritt in Verbier. Nach der langen Pause ist er wieder heiß auf den Wettkampf: "Wenn du nicht mehr tun kannst, was du normalerweise machst, dann realisierts du erst, was du verloren hast", bilanzierte er.


Video-Interview mit Aksel Lund Svindal


Viele Stars vor Ort
Im Parallelslalom konnte Svindal dennoch gewinnen, in der Gesamtwertung stand Abfahrts-Champion Didier Cuche ganz vorne. Der Verbier High Five besteht zudem noch aus einem Riesenslalom-Durchgang, dem 'Speed-Monster', einem Ski Cross Heat und dem Carlsberg Triathlon. Neben Cuche, Defago und Svindal nahmen weitere aktuelle und ehemalige Größen des Sports teil, darunter Marco Büchel, Daniel Albrecht, William Besse und Antoine Deneriaz. Bei den Damen war das Feld ähnlich gut besetzt - neben Weltcup-Siegerin Lindsey Vonn nahmen unter anderem Julia Mancuso, Sylviane Berthod, Fränzi Aufdenblatten und Chemmy Alcott teil, wobei Berthod in der Gesamtwertung knapp die Oberhand behielt.