Ski2b.com: Ophelie, eine weitere fantastische Saison liegt hinter dir. Du hast viele Rennen und Titel gewonnen. Was war für dich der größte Erfolg in der Saison?
Ophelie David: Ich habe es wirklich genossen, bei den X-Games erneut zu gewinnen. Dies ist immer noch das größte und beste Event. Aber auch mein Sieg in Kreischberg, als ich Karin Huttary quasi auf der Ziellinie überholt habe und gewann, hat mich froh gemacht.

Ski2b: Wie siehst du die Weltcup-Saison allgemein mit mehr Rennen 2007/2008? War diese Saison ein Fortschritt im Vergleich zu den Jahren zuvor?
Ophelie: In diesem Jahr war es eine richtige Weltcup-Saison mit acht Rennen. Letztes Jahr war es ein Witz. Der Winter war lang und ich habe auf mich aufgepasst, dass ich immer konzentriert bleibe und gut in Form bin bis zum Ende.

Ski2b: Wenn du die Jeep King Serie mit dem Weltcup vergleichst: Was ist der größte Unterschied and was würdest du höher einschätzen?
Ophelie: Ich bin froh, dass beide Serien existieren, denn die Leute in Europa kennen nur den Weltcup und der ist auch wichtig für die Werbung und die Entwicklung in Europa und ist ein wichtiger Grund, warum wir nun bei den Olympischen Spielen mitwirken können. Auf der anderen Seite wurde die Jeep King Serie von Menschen kreiert und organisiert, die den Sport lieben und sich dafür richtig professionell einsetzen. Meiner Meinung nach ist die Liebe und die Leidenschaft für den Sport wichtiger.


Ski2b: In diesem Jahr waren die Verletzungen ein großes Thema im alpinen Ski-Weltcup und auch im Ski Cross passieren Verletzungen. Was ist deine Meinung dazu? Ist Ski Cross sicherer als der alpine Skirennsport?
Ophelie: Verletzungen sind Teil des Sports und als Athlet muss ich das akzeptieren. Ich weiß, was passieren kann, aber wir trainieren und bereiten unseren Körper auf diese Sportart vor. Ski Cross ist spektakulär, denn wir fahren Schulter an Schulter gegeneinander und viele Stürze passieren. Aber ich glaube, dass zum Beispiel die Abfahrt gefährlicher ist als Ski Cross.

Ski2b: Du hast fast alle Rennen in diesem Jahr gewonnen. Was hat dich so stark gemacht in dieser Saison?
Ophelie: Ich bin in der glücklichen Lage, großartige Leute an meiner Seite zu haben: Da wäre zum Beispeil Fred Ottobon, mein Verantwortlicher für die Skier, oder mein Konditionstrainer und auch meine Familie ist sehr wichtig. Ich fühle mich sicher und habe viel Selbstvertrauen. Aber das Wichtigste ist, dass ich den Sport liebe und es jedes Mal ein tolles Gefühl ist, am Start eines Ski Cross Rennens zu stehen.

Ski2b: Was machst du nun nach der Saison und wie sieht dein Fahrplan für das Sommertraining aus?
Ophelie: Ich fahre derzeit noch immer Ski. Ich mache ein bisschen Freeriding und fahre noch einen Slalom für die französischen Skilehrer-Meisterschaften. Danach werde ich Mountainbiken und ein paar Rennen im Mountainbike-Marathon fahren. Ich versuche, möglichst viele verschiedene Dinge zu tun im Training. Ich langweile mich schnell, wenn ich immer dasselbe mache.

Ski2b: Wie sieht die nahe Zukunft im Ski Cross in Frankreich aus? Was plant der Französische Skiverband bis zu Olympia 2010?
Ophelie: Die Verantwortlichen sind sehr motiviert. Der Verband hilft uns mit einem Trainer und Lehrgängen. Sie versuchen so viel wie möglich zu organisieren, aber sie haben derzeit nicht die finanziellen Möglichkeiten, obwohl wir so erfolgreich sind. Ich bin froh, dass ich die Unterstützung von Salomon habe, die sich sehr im internationalen Ski Cross Team einsetzen.