Es gibt weiter Bestätigung für die Nachwuchsarbeit des Deutschen Skiverbands. Ein Beispiel für die gute Jugendarbeit ist Viktoria Rebensburg. Sie wurde am 4. Oktober 1989 im beschaulichen Ort Kreuth in Bayern geboren. Schnell konnte Viktoria sich für Ski begeistern und fuhr schon in frühen Jahren für ihren Heimatverein SC Kreuth.

Frühe Erfolge
Schon in der Jugend machte Viktoria Rebensburg auf sich aufmerksam. In kleineren Kinder- und Jugendrennen wusste sie zu überzeugen. So wurde sie im Jahr 2003 in den C-Kader des Deutschen Skiverbandes aufgenommen, in dem sie sich gut weiter entwickeln konnte. Dort fuhr sie schon im Alter von 14 Jahren gegen internationale Konkurrenz um Siege und bessere Startnummern fürs nächste Rennen. Schritt für Schritt und äußerst zielstrebig arbeitete Rebensburg sich voran. Im Jahr 2006 wurde sie im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal Deutsche Meisterin im Super-G.

Junge Hoffnung aus Deutschland
Ihren sportlichen Durchbruch auf internationaler Bühne schaffte Rebensburg bei der Weltmeisterschaft 2007 in Are (SWE). Als 17 jährige wurde sie vom DSV für den Riesenslalom der Damen nachnominiert. Mit viel Selbstbewusstsein und dem Gedanken, nichts zu verlieren zu haben, ging Rebensburg das Rennen an und belegte in der Endabrechnung einen sensationellen achten Platz.

Gold, Silber, Bronze
Im Februar 2008 feierte Viktoria Rebensburg ihren bisher größten Erfolg. Bei der Jugendweltmeisterschaft in Formigal (SPA) errang sie den kompletten Medaillensatz. Gold im Super-G, Silber im Riesenslalom und Bronze in der Abfahrt ließen sie zur überragenden Athletin der Wettbewerbe werden.

Abitur im Fokus
Im Jahr 2008, nach dem Ende der Wintersportsaison, konnte sich Viktoria Rebensburg voll auf das anstehende Abitur konzentrieren. Auch wenn sie schon regelmäßig an Weltcups teilnahm, drückte sie immer mal wieder für ein paar Tage die Schulbank um im Endeffekt das Abitur zu bestehen. Mit einem gesicherten Schulabschluss ist der Weg zur Profiskirennläuferin geebnet.

Aufnahme in den A-Kader
Auf Grund ihrer überzeugenden Leistungen im Super-G und Riesenslalom bei den Juniorinnen und im Europacup wurde Rebensburg vom Deutschen Skiverband in der Saison 2007/2008 regelmäßig zu FIS-Weltcups eingeladen. Dort konnte sie von Beginn an überzeugen und zählt seit 2007 zum festen A -Kader des DSV. Häufig unter den Top 30 platziert, errang sie am Ende der Saison 2007/2008 einen beachtlichen 16. Platz in der Riesenslalomwertung.

Gold bei Olympia!
Nachdem Rebensburg im Jahr 2009 gleich zwei Mal Junioren-Weltmeisterin werden konnte, war ihr großer Tag am 25. Februar 2010 bei den Olympischen Spielen in Vancouver/Whistler. Auf dem "Franz run" in Whistler Creekside fuhr sich Rebensburg im Riesenslalom als 20-Jährige von Platz sechs auf eins vor und gewann somit die Goldmedaille. In der gleichen Saison gelang ihr der Sprung auf Platz vier in der Riesenslalomwertung. Die bisher beste Platzierung ihrer Karriere.

Erster Weltcup-Sieg in Sölden
Die Saison 2010/2011 begann für Rebensburg mit einem Paukenschlag. Auf dem Rettenbachgletscher in Sölden siegte sie im Riesenslalom und feierte ihren ersten Weltcupsieg der Karriere. Im Riesenslalom ging es erfolgreich weiter, während die Deutsche auch in den Speed-Disziplinen, insbesondere im Super-G, den Anschluss an die Weltspitze schaffte. Der nächste Sieg gelang dann beim Heimspiel in Zwiesel, nur wenige Tage vor dem Beginn der
Heim-WM. Dort blieben ihr Medaillen versagt, dafür hielt sie sich im Weltcup weiter schadlos - in Spindlermühle gelang der dritte Saisonerfolg.

Starker Saisonauftakt 2011/2012
In der Saison 2011/2012 dauerte es etwas länger, bis Rebensburg wieder ein Rennen gewann. In Sölden noch um eine Hundertstel geschlagen siegte sie dafür in Aspen. Dann folgten zunächst einige Pleiten in Speed-Rennen - und auch im Riesenslalom lief es nicht perfekt. Mit einem Ausfall in Soldeu verlor die Deutscher ihr rotes Trikot, in Ofterschwang gewann sie es aber Anfang März mit zwei Siegen wieder zurück. Beim Weltcup-Finale in Schladming ließ sie zudem ihren ersten Sieg im Super-G folgen. Das große Finale: Auch der letzte Riesenslalom ging klar an Rebensburg, die damit die Kristallkugel erneut gewann.

Steckbrief:
Geboren: 04.10.1989
Nation: Deutschland
Heimatverein: SC Kreuth
Größe: 170 cm
Gewicht: 67 kg