Maria Riesch hat auch ihre zweite Chance wahrgenommen und den Super-G-Weltcup gewonnen. In der anschließenden Pressekonferenz sprach sie über die Bedeutung des Erfolgs.

Nervöser als vor der Kombi-Entscheidung
Vor dem Rennen war Maria Riesch nicht ruhig - wie es ihr erging, erklärte sie vor der Presse: "Für mich war es sehr aufregend, ich war nervöser als in Crans Montana. Und dann war mein Rennen nicht ganz so gut, ich war Sechste, das war nicht ganz toll aber auch nicht schlecht. Es war genug, um zu gewinnen, und das war, was heute zählte. Ich habe mitbekommen, was Cuche passiert ist - das ist wirklich Pech. Vielleicht hätte er mehr angreifen müssen, aber das kann man hinterher leicht sagen."


Saisonrückblick: Besser werden im Riesenslalom
Riesch sieht sich an einigen Stellen noch verbesserungsfähig: "Es gibt eigentlich zwei Punkte, an denen ich mich verbessern muss. Ich hatte eine schlechte Riesenslalom-Saison. Ich war Fünfte in Sölden nach dem ersten Lauf, dann bin ich ausgeschieden. In Panorama war ich wieder draußen und dann fängt Skifahren im Kopf an, schwierig zu werden. Ich kann es im nächsten Jahr sicher besser machen. Und dann bin ich bei drei Abfahrten ausgeschieden, in St. Anton, Whistler und besonders in St. Moritz. Ich bin jetzt 197 Punkte weg von Lindsey - und vielleicht sind das die Punkte gewesen. Aber ich bin dennoch sehr zufrieden, ich hatte diesen Erfolg nicht erwartet. Nach den Verletzungen kann ich jetzt Kugeln gewinnen! Das ist einfach toll.

Viele Gesamtweltcup-Favoriten für 2008/2009
Bei der Pressekonferenz warf Maria Riesch auch einen Blick nach vorne: "Natürlich zähle ich im nächsten Jahr auch zu den Favoritinnen. Man kann immer für sich das Beste geben und dann sehen, was die anderen machen. Lindsey hat den Gesamtweltcup praktisch mit der Abfahrt alleine gewonnen, ein paar gute Ergebnisse in den anderen Disziplinen haben dann gereicht, in der Super-Kombination war sie noch top. Aber Nicole Hosp und Marlies Schild waren vielleicht etwas schwächer als erwartet. Ich hoffe, ich kann im nächsten Jahr wieder so eine gute Leistung zeigen, mich vielleicht im Riesenslalom verbessern und in der Abfahrt weniger stürzen und dann hoffen, dass die anderen wieder nicht so gut sind."

Plädoyer für den Super-G
Der Super-G hat seinen ganz speziellen Reiz - Die Cup-Gewinnerin verteidigte 'ihre' Spezialität: "Der Super-G ist eine gefährliche Disziplin, denn das Tempo ist fast gleich hoch wie in einer Abfahrt, ohne das es ein Training davor gibt. Es ist für uns Skifahrer eine Herausforderung, das Beste herauszuholen beim allerersten Versuch. Man muss die Strecke sehr gut inspizieren und es dann sofort umsetzen. Der Super-G sollte auf keinen Fall aufgegeben werden.