Nadia Fanchini hat einmal mehr für die schnellste Zeit in einem Abfahrtstraining gesorgt. Die Italienerin legte beim ersten Testlauf der Damen auf der Stelvio beim Weltcup-Finale in Bormio mit deutlichen Abstand die beste Fahrt hin. Maria Riesch belegte den zehnten Platz.

Sieben Zehntel Vorsprung
26 Starterinnen waren nur einen Tag nach dem letzten Rennen in Crans Montana im Einsatz. Beim Weltcup-Finale sind nur die Top25 der jeweiligen Disziplin startberechtigt, sowie die Junioren-Weltmeister und Fahrerinnen mit über 400 Zählern in der Gesamtwertung. Dabei hinterließ Nadia Fanchini den stärksten Eindruck. In 1:37,69 Minuten distanzierte sie Marie Marchand-Arvier auf Platz zwei um satte 0,73 Sekunden, die drittplatzierte Renate Götschl lag 0,75 zurück.


Vonn mit halber Kraft
Abfahrts-Dominatorin Lindsey Vonn hielt sich dagegen noch zurück, mit 1,49 Sekunden Rückstand wurde sie Siebte. Auch Maria Riesch hatte als Zehnte mit knapp zwei Sekunden einen deutlichen Rückstand. Die Dritte der Gesamtwertung Nicole Hosp kam als 13. mit 2,55 Sekunden Rückstand ins Ziel. Sechs der 26 Fahrerinnen wurden nach Torfehlern disqualifiziert, darunter auch Anja Pärson und Nadia Styger.

Weiche Piste, schwierige Bedingungen
Vor allem die Piste macht in Bormio derzeit Sorgen. Der weiche Schnee ließ trotz Vorverlegung zunächst kein Training zu. Nach weiterer Präparation konnte doch noch gefahren werden - doch die meisten Fahrerinnen vermieden das letzte Risiko. Die weiteren Aussichten sind kaum besser, am Dienstag soll es noch leicht wärmer werden und eventuell sogar regnen.