In Kvitfjell könnten am kommenden Wochenende die Entscheidungen in den Speed-Disziplinen fallen. Sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G stehen die letzten Rennen vor dem Weltcup-Finale in Bormio an. In beiden Wertungen trägt Didier Cuche derzeit das rote Leader-Jersey.

Kommt Cuche im Gesamtweltcup zurück?
Los geht es bereits am Freitag. Dann wird die ausgefallene Abfahrt aus Val d'Isère (FRA) nachgeholt. Daher ist es an diesem Wochenende für die besten Speed-Fahrer möglich, mit drei Siegen 300 Weltcup-Punkte zu holen. Damit würde zum Beispiel Didier Cuche nicht nur seine Ambitionen in Abfahrts- und Super-G-Weltcup untermauern, sondern könnte auch wieder ernsthaft in den Kampf um die große Kristallkugel eingreifen. Derzeit liegt der Schweizer 105 Punkte hinter Bode Miller. Miller fuhr zwar im Training hinter Cuche her, aber der US-Amerikaner ist hinter Cuche der zweitbeste Abfahrer der Saison und schielt neben dem Gesamtweltcup auch noch auf die Abfahrtswertung.


Walchhofer braucht Doppelschlag
Mit zwei top Resultaten könnte sich Michael Walchhofer auch noch einmal in der Abfahrt zurückmelden. Der Österreicher müsste dafür allerdings beide Abfahrten vor den Führenden Cuche und Miller beenden. Bisher fehlte dem 32-Jährigen in diesem Winter der nötige Punch, aber vielleicht gelingt ihm ja in Norwegen ein Doppelschlag wie in der letzten Saison in Bormio, als er beide Abfahrtsläufe gewinnen konnte.

Vier Österreicher lauern im Super-G
Ganz anders stellt sich die Situation im Super-G dar. Dort hat Didier Cuche aus fünf Rennen nur 280 Zähler gesammelt. Dennoch reicht dies derzeit zum ersten Platz im Disziplinen-Weltcup. Hinter dem bisher besten Speed-Spezialisten der Saison lauern aber gleich vier Österreicher. Punktgleich auf dem zweiten Platz liegen Christoph Gruber und Hannes Reichelt (beide 225). Dahinter folgen Benjamin Raich (221) und Mario Scheiber (205). Vor allem Raich muss in Kvitfjell auf der Strecke "Olympiabakken" mächtig punkten, wenn er Miller im Gesamtweltcup unter Druck setzen will.

Sechster Sieger im sechsten Rennen?
Allerdings ist der Super-G in diesem Winter auch immer für eine Überraschung gut. So gab es in diesem Winter noch keinen Doppelsieger. Aksel Lund Svindal (NOR), Hannes Reichelt, Didier Cuche, Marco Büchel (LIE) und Christoph Gruber durften sich bisher in die Siegerliste eintragen. Warum sollte in Kvitfjell nicht ein Ales Gorza (SLO), Patrick Staudacher (ITA) oder Erik Guay (CAN) ganz oben auf dem Podium landen?

Deutscher Wettbewerb um Abfahrtsstartplätze
Der Deutsche Skiverband hat vier Athleten nach Norwegen geschickt. Neben Stephan Keppler (WSV Ebingen) und Johannes Stehle (SC Obermaiselstein) haben auch Peter Strodl (SC Partenkirchen) und Thomas Fischer (SC Ruhpolding) die Chance auf einen Einsatz in der Abfahrt. "An den Abfahrtstrainings in Kvitfjell nehmen vier DSV-Fahrer teil. Stephan Keppler, Johannes Stehle, Peter Strodl und Thomas Fischer haben dabei die Chance, sich durch gute Leistungen für einen Renneinsatz zu empfehlen. Die Starter für die Weltcup-Abfahrt werden nach den Trainings durch Trainerentscheid benannt", lobt Herren-Cheftrainer Christian Scholz einen internen Wettkampf aus. Im Super-G sind Stephan Keppler und Peter Strodl gesetzt.

Das Porgramm im Überblick
Freitag, den 29. Februar:
11:30 Uhr Abfahrt der Herren (ersetzt Val d'Isère)

Samstag, den 1. März:
11:30 Uhr Abfahrt der Herren

Sonntag, den 2. März:
11:00 Uhr Super-G der Herren

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