Zwei Jahre vor den Olympischen Winterspielen 2010 fanden in Whistler die Testläufe im Rahmen des Ski-Weltcups statt. Die Strecken überzeugten die Athleten und auch das Wetter spielte besser mit, als befürchtet worden war. Somit können sich nicht nur die Sieger von 2008 auf gute Wettbewerbe in Vancouver 2010 freuen.


Styger in der Abfahrt vor Vonn
Die erste Entscheidung bei den Damen ist gefallen. Bei der Abfahrt sicherte sich Lindsey Vonn aus den USA durch ihren zweiten Platz die Kristallkugel der Königsdisziplin - und das zwei Rennen vor Saisonende. Die schnellste Zeit kam allerdings von Nadia Styger, die von einem Fehler Vonns beim Zielsprung profitierte und mit einer Hundertstel Vorsprung den ersten Abfahrtssieg ihrer Karriere einfuhr.


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Riesch: Abfahrt Flop, Kombi top
Für Maria Riesch kam der Höhepunkt der Rennen in Whistler erst beim zweiten Rennen. In der Abfahrt hatte sie einen möglichen Sieg durch einen Sturz auf den letzten Metern verschenkt, in der Kombi hielt sie sich schadlos und holte den zweiten Saisonsieg vor Marlies Schild und Anja Pärson. Der '100er' brachte Riesch auch im Gesamtweltcup wieder an die Führenden heran, außerdem führt sie nun die Super-Kombi-Wertung an.


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Vonn überholt Hosp
Wie erwartet hatte sich Lindsey Vonn nach der Abfahrt die alleinige Führung im Gesamtweltcup gesichert. Konkurrentin Nicole Hosp wurde hier 15., konnte aber in der Super-Kombi wieder Boden gutmachen. Als Vierte holte die Titelverteidigerin aber nur wenige Zähler mehr als Vonn auf Rang sechs. Nun stehen noch acht Damenrennen auf dem Programm, der Ausgang bleibt völlig offen.

Gruber gewinnt Super-G
Auch bei den Herren standen zwei Rennen auf dem Programm. Im Super-G gab es dabei einen österreichischen Doppelsieg. Christoph Gruber und Hannes Reichelt standen auf den Plätzen eins und zwei, Ales Gorza aus Slowenien komplettierte etwas überraschend das Siegerpodest. In der Weltcup-Wertung gab es dadurch keine Vorentscheidung, Didier Cuche konservierte seine Führung, Gruber, Reichelt und Landsmann Benni Raich führen das Verfolgerfeld an.


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Reichelt mit Riesen-Sieg
Rund sechs Wochen nach Adelboden stand dann auch wieder ein Riesenslalom an. Im Gegensatz zum Schweizer Klassiker hatten die Eidgenossen dabei wenig Grund zu jubeln: Sowohl Daniel Albrecht als auch Marc Berthod schieden aus, Albrecht verspielte damit die Führung in der Weltcup-Wertung. Die hat nun Benjamin Raich inne, der zwar den Sieg verpasste, als Dritter aber endlich wieder auf dem Treppchen stand. Der Sieger von Whistler 2008 heißt aber Hannes Reichelt - er ließ dem zweiten Platz einen Sieg folgen und fährt damit mit 180 Punkten im Gepäck wieder nach Europa zurück.


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Raich und Cuche machen Boden gut
Das Gastspiel in Nordamerika war kein Highlight für den Gesamtweltcup-Führenden. Bode Miller stürzte im Super-G und kam so nur als Siebter im Riesenslalom zu Punkten. Die Konkurrenten sahen da besser aus, vor allem Didier Cuche überzeugte mit Platz zwei im Riesenslalom. Somit wird der Kampf um die große Kugel wieder ein bisschen spannender. Für die DSV-Fahrer war der Ausflug nach Kanada die Reise nicht wert. Weder Stephan Keppler noch Felix Neureuther konnten einen Weltcup-Punkt ergattern.