Swiss-Ski gab am gestrigen Mittwoch, den 13. Februar bekannt, dass der Schweizer Ski-Verband die Nationalen Leistungszentren wieder aufwertet. Das Konzept mit der Briger Akademie als zentraler Ort der Leistungsförderung ist nach knapp zwei Jahren damit gescheitert.

Zukünftig drei zentrale Leistungszentren
Das Nachwuchskonzept Alpin nimmt nun wie vor der verkorksten WM in Bormio 2005 wieder föderalistische Formen an. Die drei nationalen Leistungszentren (NLZ) befinden sich in Brig, Davos und Engelberg. Das Nachwuchskonzept mit den drei NLZ als fortan oberste Stufe soll damit schlagkräftiger, dynamischer und flexibler werden. Damit können die besten Nachwuchstalente des Landes trotz ihrer Sportlerkarriere die Nähe zu ihrem sozialen Umfeld beibehalten.


Strukturen und Finanzen werden berücksichtigt
Der Grundgedanke der Akademie mit der Zusammenführung der besten Athleten hat sich bewährt und wird nun strukturell angepasst. Swiss-Ski will sich in Zukunft in größerem Umfang in den drei nationalen Leistungszentren engagieren. "Unter Berücksichtigung finanzieller und bereits vorhandener Strukturen ist dies die effizienteste und erfolgversprechendste Lösung für unser Land", erklärt Urs Lehmann, Mitglied des Präsidiums.

Leistungsvergleiche und gemeinsame Kurse
Mit dieser Entscheidung soll zudem die Einbindung der NLZ in die von Swiss-Ski erarbeitete Nachwuchsstrategie weiter intensiviert werden. Bereits im Frühjahr 2007 wurde durch die Zusammenführung der NLZ mit den bisherigen Interregionsmannschaften ein entsprechender Schritt in diese Richtung getätigt. Diese Teams sind unter der Verantwortung von Swiss-Ski. Sie werden regelmäßig zu Leistungsvergleichen oder gemeinsamen Trainings zusammengerufen.

Labelvergabe an Regionale Leistungszentren
In einem weiteren Schritt sieht das Nachwuchskonzept Alpin die Umsetzung von Regionalen Leistungszentren (RLZ) vor. Mittels Labelvergabe sollen die zahlreich vorhandenen regionalen Trainingsstützpunkte dazu gebracht werden, ihr bestehendes Trainingsangebot mit einem Ausbildungsprogramm zu ergänzen beziehungsweise abzugleichen.