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Fabienne Suter gilt als sehr talentierte Skiläuferin, jedoch wurde sie in ihrer Karriere bereits in jungen Jahren oft von Verletzungen zurückgeworfen. 2008 feierte sie ihren Durchbruch mit dem überraschenden Weltcup-Sieg beim Super-G in Sestriere.

FIS-Rennen mit 15
Fabienne Suter wurde im Januar 1985 in Sattel im Kanton Schwyz geboren. Dort entdeckte man früh das Talent der begeisterten Skifahrerin. Suter wurde durch den Verband Swiss-Ski gefördert und trat mit 15 Jahren erstmals in FIS-Rennen auf. Dabei fasste sie schnell Fuß und konnte erste Erfolge vor allem in den technischen Disziplinen einfahren. 2002 wurde sie Schweizer Juniorenmeisterin im Riesenslalom und trat erstmals im Europacup an den Start. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Italien im gleichen Jahr war sie in fünf Disziplinen dabei und belegte als bestes Ergebnis Rang acht in der Kombination - ein Beleg für ihr Talent zur Allrounderin.

Gastspiel bei der Heim-WM
Auch 2002/2003 nahm sie eine weitere Stufe auf der Karriereleiter. Im Europacup konnte sie erste Siege im Riesenslalom feiern, vor allem in den schnellen Disziplinen entwickelte sie sich weiter. Damit durfte sie auch bei der Heim-WM in St. Moritz antreten, schied aber im Riesenslalom aus. Es folgten Podiumsplätze bei den nationalen Meisterschaften in Verbier. Danach gab es den ersten Knick in Suters Karriere.

Lange Pause für Suter
Die Saison 2003/2004 verpasste Suter verletzungsbedingt komplett, auch der Wiedereinstieg erwies sich als schwierig. Nur sechs Rennen konnte sie bestreiten, davon sah sie nur bei zwei Europacus das Ziel, dann folgte gleich die nächste Pause. Doch nach weiteren Rückschlägen konnte Suter erst im April 2006 wieder zwei FIS-Rennen bestreiten.

Mannschaftsbronze in Are 2007
Die Saison 2006/2007 nutzte Suter als Aufbau. Über NorAm und Europacup-Rennen gelang ihr der Sprung in den Weltcup-Kader, im Dezember auf der Reiteralm holte sie sich wieder erste Weltcup-Zähler im Super-G. Überraschend schaffte sie auch die WM-Norm und kam in Are (SWE) trotz hoher Startnummern zu guten Ergebnissen im Riesenslalom und Super-G. Anschließend trug sie mit einem starken Auftritt im Nations Team-Event maßgeblich zur Bronzemedaille der Eidgenossen bei.

Debüt auf dem Weltcup-Podium: Sieg in Sestriere
Trotz weiterer Verletzungen, die Suter nach dem Weltcup-Auftakt in Sölden 2007 wieder zu einer Pause zwangen, kam die Schweizerin dann immer besser in Fahrt. Mehrere Top-Ten-Ergebnisse im Weltcup konnte sie vorweisen, ehe ihr in Sestriere im Februar 2008 endlich der große Wurf gelang: Zeitgleich mit Andrea Fischbacher holte sie ihren ersten Weltcup-Sieg. Einen Erfolg erfuhr sie bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Crans Montana. Die goldene Medaille in der Kombination war Zeichen für ihre sehr gute Spätform in der Saison. Der Abschluss einer grandioser Saison war das Saisonfinale in Bormio. Ihren zweiten Saisonsieg erfuhr sie im Super-G und feiert damit die erfolgreichste Saison ihrer Karriere.

Kein Glück bei den Winterspielen 2010
Beim Weltcupdebüt in Bansko in Bulgarien feierte Suter im Februar 2009 ihren dritten Sieg im Weltcup, natürlich in der Abfahrt. Und auch im olympischen Winter zeigte sie einmal mehr, dass sie mittlerweile zu den besten Speed-Fahrerinnen der Welt gehört. Zwar fehlt der 25-Jährigen immer noch die Konstanz für eine komplett gute Saison, aber nach zweimal Platz drei im Super-G-Weltcup in den Jahren 2008 und 2009 beendete die Schweizerin auch 2010 als Vierte der Disziplinwertung. Zudem zeichnete sie für die besten Ergebnisse der Swiss-Ski-Damen bei den Winterspielen in Vancouver verantwortlich. In Kanada verpasste sie aber als Vierte, Fünfte und Sechste die Medaillenränge knapp.

Rückschritt
Die Saison 2010/2011 war hingegen ein Rückschritt für Suter. Es gab zwar Top Ten-Resultate, doch ganz vorne standen andere Damen. Suter fiel im Weltcup-Standing in ihren Disziplinen aus den besten Zehn heraus und musste sich erst wieder an die Spitze herankämpfen. Das gelang ihr dann eindrucksvoll im Januar 2012: In Bad Kleinkirchheim folgte auf den dritten Platz in der Abfahrt der Sieg im Super-G: Suter war wieder da.

Steckbrief
Geboren: 05.01.1985
Größe: 168 cm
Gewicht: 63 kg
Hobbies: Volleyball, Fußball
Nation: Schweiz
Heimatverein: Sattel-Hochstuckli