Bei den alpinen Ski-Herren stehen am kommenden Samstag, den 9. Februar nur die Techniker im Blickpunkt. Auf dem Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen steht dann ein Slalom an, bei dem die Zuschauer vor allem auf Felix Neureuther schauen.

Lokalmatador will wieder auf das Podest
Im vergangenen Winter hätte es fast zu seinem ersten Weltcup-Sieg gereicht, aber am Ende fehlten Felix Neureuther 51 Hundertstel zu Mario Matt und Platz eins. Es war das bis dahin beste Weltcup-Resultat seiner Karriere. In diesem Jahr stand der 23-Jährige in Alta Badia (ITA) und Adelboden (SUI) bereits auf dem Podium, aber zum Sieg reichte es immer noch nicht. Nun steht wieder Garmisch-Partenkirchen an. Zwar verletzte sich Neureuther in der vergangenen Woche leicht, aber als Ausrede will der Lokalmatador das nicht gelten lassen, ganz im Gegenteil: "Am Gudiberg will ich wieder auf das Podest. Es wäre natürlich schön, wenn mir dort sogar der ganz große Wurf gelingen könnte." Auf die Unterstützung des begeisterungsfähigen Publikums darf der Partenkirchener wieder zählen. Zumal das Ziel in diesem Jahr erstmals ins historische Olympiastadion führt.


Grange und Matt die Favoriten
Top-Favorit ist Neureuther dennoch nicht. Zwar muss man den DSV-Athleten in diesem Winter immer auf der Rechnung haben, aber die ersten Anwärter auf den obersten Podestplatz sind Jean-Baptiste Grange und Mario Matt. Grange gewann drei der sieben absolvierten Slaloms und musste sich zuletzt in Schladming (AUT) nur Matt geschlagen geben. Am Gudiberg möchte der Franzose den Spieß wieder umdrehen und so seine Führung im Disziplinen-Weltcup wieder ausbauen. Sein ärgster Konkurrent hier ist eben Mario Matt, der in Garmisch-Partenkirchen den Sieg aus dem Vorjahr wiederholen will.

Raich auf der Suche nach dem richtigen Schwung
Mit einem wilden Ritt durch den Stangenwald wissen auch Manfred Mölgg und Julien Lizeroux zu überzeugen. Der Italiener Mölgg liegt im Slalom-Weltcup auf dem dritten Rang. Ihm fehlt wie Neureuther immer noch der erste Erfolg im Weltcup. Julien Lizeroux ist davon wohl noch weiter entfernt, aber er beeindruckte zuletzt in Chamonix. Vor heimischem Publikum raste der Franzose in der Super-Kombination dank Bestzeit im Slalom auf den fünften Rang. Natürlich darf man auch Benjamin Raich nicht außer Acht lassen. Allerdings fehlt dem Weltcup-Gesamtsieger von 2005/2006 in diesem Winter der richtige Schwung. Der Österreicher konnte bisher nur den Slalom in Bad Kleinkirchheim für sich entscheiden.

Vogl versucht Comeback
Alois Vogl konnte aus gesundheitlichen Gründen zuletzt nicht starten. Der Zwieseler will aber versuchen, in Garmisch-Partenkirchen sein Comeback zu geben. Wichtig wäre für ihn dabei, möglichst in die Punkteränge zu fahren, um bei weiteren Einsätzen eine bessere Startnummer zu erhalten. Die weiteren Starter des Deutschen Ski-Verbandes sind Stefan Kogler (SC Schliersee), Christian Wanninger (TSV Reichertshofen), Fritz Dopfer (SC Garmisch) und Dominik Stehle (SC Obermaiselstein).

Das Rennen im Detail:
10:00 Uhr Slalom 1. Durchgang
13:00 Uhr Slalom 2. Durchgang

Wir berichten vom Rennen natürlich in unserem Liveticker!