Das dritte Herrentraining für die Abfahrt in Val d'Isère am Freitag auf der schwierigen Piste "Face Olympique de Bellevarde" wurde zu einer Farce. Zunächst musste der Start aufgrund widriger Bedingungen auf den Kombinationsstart verlegt werden, dann verzichteten 34 der 79 gemeldeten Athleten auf einen Start, nur 38 wurden gewertet.

Miller mit Bestzeit
Die Bestzeit sicherte sich letztendlich Bode Miller. Der Amerikaner brauchte auf der verkürzten "Face Olympique de Bellevarde" 1:34,51 Minuten. Da viele der Top-Abfahrer wie Didier Cuche und Marco Büchel lieber Kräfte für das Rennen am Samstag sparen wollten, ist Millers Bestzeit aber kaum aussagekräftig. Mit 61 Hundertsteln Rückstand fuhr der Franzose David Poisson auf Rang zwei. Dritter wurde Christoph Gruber aus Österreich (1:35,25).


Walchhofer Samstag nicht am Start
Im Lager der Österreicher herrschte keine Einigkeit. Mario Scheiber kam bisher gut zurecht und ließ das Training heute genauso aus wie Benjamin Raich. Hermann Maier (+1,02; Rang 7), Klaus Kröll (+2,42) und Hannes Reichelt holten sich dagegen noch einige "Erfahrungsmeter" auf der anspruchsvollen Piste. Kröll und Reichelt wurden nach dem Training wegen eines Torfehlers disqualifiziert und aus der Wertung gestrichen. Michael Walchhofer wäre sicherlich gerne gestartet. Der ehemalige Abfahrtsweltcup-Sieger muss mit Fieber immer noch das Bett hüten und darf ohne Trainingsfahrt nicht am Samstag am Rennen teilnehmen. Damit schwinden auch seine Chancen, noch einmal die kleine Kristallkugel der Abfahrtswertung zu gewinnen.

Keppler nur 23.
Obwohl es zahlreiche Absagen gab, konnte sich Stephan Keppler nicht viel weiter vorne platzieren als in den anderen beiden Trainings. Der einzige deutsche Starter in Val d'Isère wurde mit 1:37,18 Minuten gestoppt. Damit war er 2,67 Sekunden langsamer als Bode Miller und erreichte Rang 23.