Um 16:30 Uhr Ortszeit war es an der Talstation der Hohen Mut I soweit. Der aktuelle Weltrekordinhaber im Marathon-Skifahren Christian Flühr überbietet seinen eigenen Weltrekord und schreibt sich mit einer Fahrtzeit von 264 Stunden erneut in die Geschichtsbücher der Sportgeschichte ein.

Rekord um 22 Stunden überboten
Nach endlos kalten Nächten, vielen Mahlzeiten im Lift, einigen Bekleidungswechseln in der Kabine aber auch vielen traumhaften Sonnenauf- und -untergängen, paradiesischen Pistenbedingungen und vielen guten Gesprächen mit den nimmermüden Begleitskifahrern ist das Werk vollbracht. In einer menschlichen Ausnahmeleistung und unter den Augen zahlreicher Wissenschaftler fährt Christian Flühr so lange Non-Stop Ski, wie noch kein Mensch vor ihm. Um ganze 22 Stunden überbietet er damit seinen eigenen Weltrekord und legt die Latte für alle nachfolgenden Ausdauersportler erneut nach oben.


Große Leidenschaft für den Sport
Das beeindruckendste für die zahllosen Augenzeugen auf den Pisten von Obergurgl-Hochgurgl ist dabei die Art und Weise, wie Extremsportler Flühr nach so vielen Tagen noch immer auf dem Ski steht. Die malerischen Pistenbedingungen der letzten Tage nutzte Flühr dazu, sein Heer an Begleitskifahrern noch mal richtig aufzuarbeiten. Insbesondere die Schicht von Acht Uhr morgens bis Zwölf Uhr Mittags war berüchtigt für die schnellen Abfahrten. „Eine solche Ausdauerleistung ist nur möglich, wenn man mit großer Leidenschaft diesen Sport betreibt. Das Skifahren an sich ist schon eine Leidenschaft und hier in diesem High Quality Skigebiet lässt sich die Emotion gegenüber diesem Sport nochmals steigern“, so Flühr kurz vor der Zieldurchfahrt.

Viele Zuschauer
Die eigentliche Einfahrt unter den Augen vieler Zuschauer war die Krönung der Stimmung, die Flühr und sein Team in den letzten Tagen immer mehr in der Region spüren durften. Schaulustige standen zu fast allen Tages- und Nachtzeiten an der Talstation, viele Autogramme wurden gegeben und die größte Freude konnte man den Fans mit einer Liftfahrt gemeinsam mit Flühr machen. Der eloquente, stets gutgelaunte und sehr nahbare Skistar war auch am letzten Tag nach 240 Stunden auf Ski noch immer bereit, alle immer wiederkehrenden Fragen der neugierigen Mitsportler zu beantworten.

Wissenschaftler erforschen Flühr
Die Wissenschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Burtscher zeigte sich ebenfalls begeistert: „Wir können noch immer nicht genau sagen, wo das Geheimnis von Christian liegt. Wir erhoffen uns durch die zahllosen Daten der letzten 11 Tage einen kleinen Einblick. Aber eines steht jetzt schon fest. Diese Leistung ist einmalig“, so Prof. Burtscher nach der Zieldurchfahrt.