Mario Matt aus Österreich hat vor einer großartigen Kulisse den Nachtslalom von Schladming gewonnen. Der ÖSV-Fahrer setzte sich in der Zeit von 01:42,84 Minuten vor dem Franzosen Jean-Baptiste Grange und Manfred Mölgg aus Italien durch.

Großartige Stimmung trotz widriger Bedingungen
Wie immer war das Zuschauerinteresse in Schladming groß. Viele tausend Fans feierten die Skistars und ließen sich auch von dem Schneefall nicht die gute Laune verderben. Über den Tag hatte es zudem in Schladming geregnet, was für die Piste nicht gut war. Schon nach wenigen Läufern im ersten Durchgang ließ die Piste nach und gerade die hinteren Nummern hatten zusehends Mühe auf der Planai. So konnte der Österreicher Wolfgang Hörl mit der Startnummer 41 sich als Letzter noch für das Finale qualifizieren. Höhere Startnummern schafften den Einzug in das Finale der besten 30 nicht mehr.


Mölgg nutzt Startnummer eins
Gleich mit der Startnummer eins dagegen ging Manfred Mölgg ins Rennen und der Italiener nutzte dies. Nur kleine Fehler hatte Mölgg und war damit nach dem ersten Durchgang in der Zeit von 50,21 Sekunden Erster. Lediglich Mario Matt konnte annähernd mithalten und lag nach Durchgang eins nur 0,08 Sekunden hinter Mölgg. Dritter nach dem ersten Lauf war der Franzose Jean-Baptiste Grange, der vor zwei Tagen noch in Kitzbühel triumphierte.

Neureuther nach Lauf eins Vierter
Der Deutsche Felix Neureuther hatte wieder einen guten Lauf und lag nach dem ersten Durchgang nur vier Hundertstel hinter Grange und damit auf dem vierten Rang. Neureuther legte ebenfalls einen sicheren Lauf hin und riskierte nicht alles. Die Taktik ging auf. Die beiden weiteren DSV-Starter, Alois Vogl und Fritz Dopfer, hatten sehr hohe Startnummern und daher keine Chance auf das Erreichen des Finales.

Ligety mit Traumlauf nach vorne
Im Finale führte lange Zeit der Schweizer Marc Berthod das Feld an, bevor Ted Ligety eine Traumzeit in den Schnee setzte. Der US-Amerikaner machte danach Platz um Platz gut und wurde erst vom Franzosen Grange verdrängt. Davor konnten weder Benjamin Raich noch Felix Neureuther Ligety vom Platz an der Sonne holen. Neureuther ließ im Finale einiges an Zeit liegen und lag am Ende auf dem fünften Rang. Dennoch war dies ein weiteres Top-Resultat für den Deutschen.

Matt holt zehnten Sieg im Weltcup
Grange war als Dritter des ersten Durchgangs also in Führung gegangen und hatte den noch wartenden Matt und Mölgg eine Aufgabe gegeben. Matt kam als Nächster nach Grange und fuhr im oberen Teil gut, ebenso wie im Steilhang. Damit setzte er eine Bestzeit und Mölgg unter Druck. Dieser hielt dem Druck stand und fuhr oben gut. Unten jedoch hatte der Italiener einige Probleme und rettete noch den dritten Platz und ein weiteres Podest. Matt dagegen ließ sich von den vielen Zuschauern feiern und siegte zum zehnten Mal im Weltcup.