Wenige Tage vor den Ski-Weltcup-Rennen stehen bei den Organisatoren des Ski-Weltcups in Ofterschwang die Telefone nicht mehr still. Der Weltcup-Erfolg von Maria Riesch am Montag beim Super-G von Cortina hat einen wahren Ansturm auf die Eintrittskarten für das kommende Wochenende ausgelöst. OK-Generalsekretär Stefan Huber entschied deshalb, dass das Ticketkontingent für die Sitzplatz-Tribüne für den Riesenslalom am Samstag und den Slalom am Sonntag noch einmal erweitert wird. Stehplatz- und Geländekarten gebe es noch in Hülle und Fülle, so Huber. "Die Ski-Fans im Allgäu freuen sich natürlich riesig, dass die DSV-Damen heuer in Ofterschwang erstmals das Podest richtig angreifen und Maria Riesch sogar im Gesamt-Weltcup Top-Chancen hat", sagt Huber. Auch Maria Riesch sieht den Heimrennen mit großer Vorfreude entgegen: "Vor dem eigenen Publikum zu fahren, ist einfach ein ganz spezielles Gefühl. Da wir als Mannschaft gerade in Slalom und Riesenslalom schon gute Ergebnisse erreicht haben, hoffen wir natürlich, dass möglichst viele Ski-Fans an die Piste kommen und uns anfeuern."


Rennen sind gesichert
Die Organisatoren in der 2000-Einwohner-Gemeinde im Oberallgäu rechnen bei ihrem vierten Weltcup-Wochenende nach 1999, 2001 und 2006 mit über 15 000 Zuschauern. Trotz der milden Temperaturen in den vergangenen Tagen sei die Piste in gutem Zustand. FIS-Renndirektor Markus Mayr aus Kitzbühel inspizierte die Weltcup-Strecke und gab grünes Licht: "Die Schneemenge ist ausreichend". Zusammen mit den vielen freiwilligen Helfern aus dem Ressort Sport wird die Strecke nun am Ofterschwanger Horn bis zum Wochenende endgültig präpariert. Den vorhergesagten Temperatursturz am Mittwoch wollen Rennleiter Florian Beck und Streckenchef Peter Pöppel dazu nutzen, die Piste mit dem sogenannten "Sprühbalken" zu behandeln.

30 Millionen Löcher im Schnee
41 Wasserdüsen ragen im Abstand von zehn Zentimetern aus diesem vier Meter langen Balken. Ein extrem hoher Wasserdruck sorgt dafür, dass das Wasser in einer Tiefe von etwa 30 Zentimetern in den Schnee "gespritzt" wird und einen gefrorenen Untergrund ergibt, der auch in den verbleibenden Tagen resistent gegen Regen oder einen erneuten Wärme-Einbruch bleibt. Alle zehn Zentimeter muss das Einspritzen wiederholt werden. Auf der 1,3 Kilometer langen und 25 Meter breiten Strecke werden also rund 30 Millionen Löcher in den Schnee von Ofterschwang gestoßen.