Beim ersten Gastspiel des Ski-Weltcups in Bormio steht am 29. Dezember eine einzelne Abfahrt an. Der traditionelle Stopp an der 'Stelvio'- Piste zwischen den Jahren blieb im Kalender, auch wenn die Stars im März zum Weltcup-Finale noch einmal an den Ort der Ski-WM 2005 zurückkehren.

Top-Favorit Walchhofer
Die 'Stelvio' hat ihr ganz eigenes Profil. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke in Italien gibt es keine Erholungspausen. Der lange Kurs ist daher vor allem etwas für Kraftpakete und Konditionskünstler, denn hier gilt es, bis zum Schluss den Ski richtig setzen zu können. Erster Anwärter auf die 100 Zähler für Platz eins ist der Österreicher Michael Walchhofer. Er kommt in Top-Form nach Italien, hat er doch gerade erst in Gröden seinen letzten Sieg geholt und stand auch in Beaver Creek ganz vorne. Zusätzlich empfahl er sich 2006 mit zwei Siegen an gleicher Stelle. Die Stelvio liegt ihm also - er könnte sogar den dritten Sieg in Folge an dieser Stelle einfahren.

Abfahrts-Sieg für Cuche?
Im Abfahrts-Weltcup ist Didier Cuche der erste Verfolger von Walchhofer. Beiden ist ein spannendes Duell im Kampf um die Speed-Krone in diesem Jahr zuzutrauen. Cuche ist als glänzender Techniker bekannt, daher ist auch ihm ein Sieg zuzutrauen. Im Vorjahr reichte es einmal zu Platz zwei, 2007 wird alles passen müssen, will er Walchhofer gefährden und erstmals in dieser Saison eine Abfahrt gewinnen. Der einzige Sieger neben Walchhofer in diesem Winter ist bislang der Kanadier Jan Hudec - er konnte allerdings nach dem Erfolg in Lake Louise nur magere 14 weitere Zähler erringen.

Miller mit goldenen Erinnerungen
Auch Bode Miller sollte auf der 'Stelvio' vorne dabei sein können. Der Amerikaner feierte an dieser Stelle 2005 einen seiner größten Erfolge, als er sich den Titel des Abfahrts-Weltmeisters sicherte und dabei auch Walchhofer hinter sich ließ. Weiterhin sollte Marco Büchel mit seiner Erfahrung für ein gutes Ergebnis gut sein. Ob er aber um den Sieg mitfahren kann, wird das Rennen zeigen.


Wem gelingt der perfekte Lauf?
Weitere Aspiranten auf einen Top-Platz sind der Amerikaner Steven Nyman, Erik Guay aus Kanada und der Österreicher Andreas Buder. Alle drei haben schon gute Resultate auf dem Konto, konnten aber nicht immer ganz vorne dabei sein. Während Buder verletzungsbedingt ausfiel, musste Guay anfangs der Saison erst Fahrt aufnehmen. Nun hat er wieder zu alter Stärke zurückgefunden.

DSV nimmt neuen Anlauf
Für den DSV waren die Ergebnisse der Speed-Rennen bislang kein Grund zum Feiern. Johannes Stehle ist auf Rang 31 bislang der beste Deutsche im Abfahrts-Weltcup, Andreas Strodl liegt mit sechs Punkte auf Rang 40. Der vermeintlich beste DSV Speed-Fahrer Stephan Keppler konnte bislang erst einen Weltcup-Zähler einfahren. Für Bormio ist von den Deutschen eine Leistungssteigerung zu erhoffen.