Die Saslong feiert am kommenden Wochenende Jubiläum. Auf der Skipiste im italienischen Gröden werden bereits zum 40. Mal Weltcup-Rennen ausgetragen. Für die Herren stehen beim Klassiker traditionell ein Super-G und eine Abfahrt statt.

Walchhofer zurück in der Erfolgsspur?
Auf der modernisierten Saslong finden in beiden Speed-Wettbewerben jeweils die dritten Rennen statt. In der Abfahrt fuhren in Nordamerika Jan Hudec und Michael Walchhofer ganz oben auf das Podium. Walchhofer ist durch seinen Triumph in Beaver Creek (USA) wieder in die Erfolgsspur abgebogen und möchte in dieser auch in den Dolomiten zum Sieg kurven. Die Liste der Sieganwärter ist aber lang.


US-Amerikaner heiß auf den Sieg
Dazu zählen auch die US-Amerikaner. Marco Sullivan und Steven Nyman schafften in der Abfahrt in dieser Saison bereits den Sprung auf das Podium. Vor allem Nyman hat gute Erinnerungen an die Saslong. Er gewann hier im vergangenen Winter sein erstes Weltcup-Rennen und möchte auf der schwierigen Strecke erneut überzeugen. Der andere Sieger 2006 war ebenfalls ein US-Boy. Bode Miller sicherte sich den Super-G und wird am Wochenende heiß sein, endlich seinen ersten Saisonsieg einzufahren. Wenn Miller der Sieg in der Abfahrt gelänge, wäre er einer von dann drei Athleten, die es in Gröden geschafft haben, sowohl den Super-G als auch die Abfahrt zu gewinnen. Bisher erreichten dies nur Pirmin Zurbriggen (SUI) und Lasse Kjus (NOR).

Hermann Maier wieder dabei
Nach seiner Weltcup-Pause in Bad Kleinkirchheim steigt Altmeister Hermann Maier wieder ins Renngeschehen ein. Der Österreicher, der auf seiner Homepage feststellte, wie wichtig die Regeneration für seinen Körper war, nutzte die Pause zu weiteren Tests seines neuen Materials. In Flachau trainierten auch seine Teamkollegen Michael Walchhofer und Andreas Buder. Vielleicht platzt beim 'Herminator' ja in Gröden der Knoten?

Erster Saisonsieg für Cuche?
Zu den weiteren Favoriten zählt Didier Cuche. Der Schweizer, der bereits dreimal in dieser Saison Dritter wurde, will endlich seinen ersten Saisonsieg. In Gröden fehlten ihm im vergangenen Winter als Abfahrtszweiter 23 Hundertstel zum ersten Platz.

Super-G in österreichischer Hand
Nach ihrem grandiosen Dreifachtriumph in Beaver Creek sind die Österreicher im Super-G das Maß der Dinge. Im Disziplinenweltcup liegen auf den ersten fünf Plätzen vier Österreicher, wobei der verletzte Aksel Lund Svindal (NOR) noch den dritten Rang einnimmt. Benni Raich will hier seine Führung verteidigen und damit weiter Kurs auf den Gesamtweltcup nehmen.

Nach Gröden folgt Alta Badia
Nach dem traditionellen Weltcup in Gröden geht es für die Herren mit zwei technischen Rennen in Italien gleich weiter. Am Sonntag steigt in Alta Badia einer der schwersten Riesenslaloms im gesamten Weltcup, am Montag folgt noch ein Slalom. Auf der Gran Risa müssen die Allrounder dann ihr drittes und viertes Rennen innerhalb von vier Tagen absolvieren.

Folgen großen Worten auch Taten?
Vor heimischem Publikum will Massimiliano Blardone versuchen, seinen großen Worten auch Taten folgen zu lassen. Der Italiener hatte nach seinem Sieg in Bad Kleinkirchheim angekündigt, den Riesenslalom-Weltcup gewinnen zu wollen. 2005 stand Blardone in Alta Badia bereits ganz oben auf dem Treppchen. Sein Teamkollege Manfred Mölgg ist derzeit ebenfalls in bestechender Form. Man wird sehen, ob er diese auch unter dem Druck eines Heimrennens abrufen kann.

Ligety will Führung behalten
Ted Ligety ist derzeit der beste Riesenslalomfahrer und wird auch auf der Gran Risa versuchen, diese Position zu behaupten. Vor den beiden Italienern rangiert hinter dem US-Amerikaner noch Daniel Albrecht. Der Schweizer hat das Ziel, vor allem in den technischen Disziplinen zu punkten und sich weiter zum Allrounder zu entwickeln. Bisher fährt er mit dieser Strategie nicht schlecht, konnte Albrecht doch schon zwei Saisonsiege einfahren. Sollte er in Italien wieder überzeugen, muss man in ihm einen ernsten Anwärter auf die große Kristallkugel sehen.

Neureuther auf der Suche nach Konstanz
Die deutschen Hoffnungen ruhen im Herrenteam wieder auf Felix Neureuther. Am vergangenen Wochenende zeigte der Partenkichener, dass ihm noch immer die nötige Konstanz fehlt. In Alta Badia soll sich dies am besten ändern, dann ist für ihn im Slalom auch ein Podestplatz drin. Ähnlich geht es dem zweiten deutschen Techniker. Auch Alois Vogl ist meistens schnell unterwegs, aber oft auch schnell ausgeschieden. Wenn es bei ihm einmal passt, kann auch der Zwieseler für eine positive Überraschung sorgen.

Die Rennen auf einen Blick:

Gröden:
Freitag, 14. Dezember 2007:
12:15 Uhr Super-G der Herren

Samstag, 15. Dezember 2007:
12:15 Uhr Abfahrt der Herren

Alta Badia:
Sonntag, 16. Dezember 2007:
09:45 Uhr Riesenslalom der Herren 1. Durchgang
12:45 Uhr Riesenslalom der Herren 2. Durchgang

Montag, 17. Dezember 2007:
10:00 Uhr Slalom der Herren 1. Durchgang
13:00 Uhr Slalom der Herren 2. Durchgang

Natürlich berichten wir von allen Rennen in unserem Live-Ticker!