Die so genannte Mini-WM in Beaver Creek (USA) hat die Herren rund eine Woche lang in Anspruch genommen und trägt ihren Namen damit zurecht. Auf der legendären 'Birds of Prey' ging vor allem Daniel Albrecht als Sieger aus den vier Rennen hervor.

Svindal außer Gefecht
Allerdings gehörten die ersten Schlagzeilen nicht Albrecht sondern Aksel Lund Svindal. Der Gesamtweltcup-Sieger des vergangenen Winters war auf einem guten Weg, seinen Titel zu verteidigen. Aber ein Sturz im Abfahrtstraining brachte ihn um diese Chance. Neben einigen Brüchen sorgt eine tiefe Fleischwunde dafür, dass Svindal in diesem Winter nicht mehr am Rennbetrieb teilnehmen kann.


Albrecht feiert ersten Weltcup-Sieg
Durch Svindals Ausfall sahen sich bereits Didier Cuche und Benni Raich als legitime Nachfolger. Durch zwei Siege preschte aber ein anderer ins Rampenlicht: Daniel Albrecht gewann zunächst die erste Super-Kombination der Saison. Für den Schweizer war dies sein erster Weltcup-Erfolg überhaupt. Am Sonntag ließ er dann im Riesenslalom gleich seinen zweiten folgen. Aber dem noch nicht genug, zeigte er am Montag im nachgeholten Super-G von Samstag, dass er auch in den schnellen Disziplinen viele Punkte einfahren kann. Dort wurde der amtierende Weltmeister in der Super-Kombination überraschend Vierter. Mit diesen Ergebnissen überflügelte Albrecht auf der "Raubvogelpiste" die Konkurrenz und übernahm die Führung im Gesamtweltcup.


Video-Interview mit Daniel Albrecht


Österreicher schlagen zurück
Einen denkwürdigen Abend erlebten die Skifans am Montag. Beim Super-G, der aufgrund der Witterung nicht am Samstag ausgetragen werden konnte, feierten die lange gebeutelten ÖSV-Fahrer einen Dreifacherfolg. Hannes Reichelt gewann vor Mario Scheiber und Christoph Gruber. Hinter Albrecht teilten sich zudem Michael Walchhofer und Benjamin Raich den fünften Rang. Auch in der Abfahrt wussten die Österreicher zu überzeugen. Dort siegte Michael Walchhofer.


Video-Interview mit Michael Walchhofer


Deutsches Team bleibt blass
Für die deutschen Herren gab es anders als im vergangenen Jahr nichts zu holen. Stephan Keppler blieb blass - und ohne Punkte. Einzig Johannes Stehle sammelte für den DSV Punkte, als er in der Abfahrt 24. wurde.

In Europa geht es weiter
Für die Herren ist die Nordamerika-Tour bereits vorbei. Für sie geht es am nächsten Wochenende in Europa weiter. In Bad Kleinkirchheim (AUT) sind die Techniker gefragt. Dort stehen ein Riesenslalom und ein Slalom auf dem Programm.