In Lake Louise (CAN) durften am 1. und 2. Dezember die Damen erstmals in den schnellen Disziplinen antreten. Lindsey Vonn und Martina Schild nutzten die Gelegenheit, um sich jeweils einen Sieg zu sichern. Vonn holte dabei in der Abfahrt den ersten Sieg mit neuem Namen, für Schild war der Triumph im Super-G die Premiere auf dem obersten Podestplatz. Erfreulich aus deutscher Sicht: Maria Riesch meldete sich mit den Plätzen vier und zwei ganz vorne zurück.

Eiskalte Abfahrt
Bei zweistelligen Minusgraden fand die erste Saisonabfahrt statt - und dabei lieferten sich die ersten Anwärterinnen auf die kleine Kristallkugel gleich das erste Duell. Der Tagessieg ging an Lindsey Vonn, die Renate Götschl erst einmal hinter sich lassen konnte. Beide waren mit diesem Ergebnis natürlich hochzufrieden, denn beide hatten sich in der Vorbereitung noch mit Knieverletzungen herumgeplagt.


Video-Interview mit Renate Götschl


Sowohl Götschl als auch Vonn mussten allerdings im Super-G einen Rückschlag hinnehmen. Während die ÖSV-'Speed-Queen' nur ein Tor verpasste und somit ausschied, stürzte die junge Amerikanerin.


Schweizerinnen mit Stärken und Schwächen
Wie schnell man erst unten und dann wieder obenauf sein kann, erlebten die Damen aus der Schweiz. Nach guten Trainingsergebnissen als Mitfavoriten in der Abfahrt hoch gehandelt, gab es dort nur einen 17. Platz für Martina Schild. Diese Pleite wetzte die beste Eidgenössin am Folgetag selbst aus und führte eine starke Mannschaft mit ihrem Sieglauf an. Vorne mit dabei waren auch Fränzi Aufdenblatten, Fabienne Suter und Nadia Styger. Auch bei den Österreicherinnen lief noch nicht alles wie erhofft. Den stärksten Eindruck hinter Götschl hinterließen Maria Holaus und Alexandra Meissnitzer.

Riesch schiebt sich auf Rang vier
Die starke Leistung von Maria Riesch in Lake Louise tröstete aus Sicht des DSV über eine sonst schwache Mannschaftsleistung hinweg. Der zweite Rang der Partenkirchenerin war das bislang beste Saisonresultat aus deutscher Sicht. Mit den guten Ergenissen kletterte Riesch im Gesamtweltcup auf Rang vier nach oben.


Video-Interview mit Maria Riesch


Hosp macht Boden gut
Weniger erfolgreich waren an beiden Renntagen die hoch gehandelte Julia Mancuso, sowie die österreichischen Top-Anwärterinnen auf den Gesamtweltcup. Während Nicole Hosp immerhin einen sechsten Platz vorweisen konnte, blieb für Marlies Schild ein winziger Zähler als Ausbeute von ihrem Ausflug nach Lake Louise. Mancuso blieb mit den Plätzen 13 und elf hinter ihren Erwartungen zurück. Damit hat Hosp den Rückstand auf Marlies Schild etwas verkürzen können, auf Rang drei im Gesamtweltcup bleibt Denise Karbon. Die nächsten Rennen stehen nun in Aspen (USA) an, dort wird vom 7. bis 9. Dezember gefahren.