Der Doppel-Weltrekord ist perfekt. Christian Flühr fuhr in den vergangenen Tagen 100 Stunden am Stück Ski und seine einheimische Begleiterin Esmèe van Vugh, ehemalige holländische Meisterin in den Disziplinen Slalom, Abfahrt und Super-G, hat mit 25 Stunden nonstop Skifahren einen ersten Damenweltrekord in den Hallenboden der SnowWorld gemeißelt. Über Tausend Zuschauer feierten den Einlauf der beiden gegen 20.00 Uhr auf der FIS-Piste bei einigen Minusgraden.

Großes Interesse der Zuschauer
Um 20.00 Uhr Ortszeit hatten zwei Sportler simultan Sportgeschichte geschrieben. Es scheint in den Genen des Menschen zu liegen - man will die Grenzen erfahren bzw. noch besser, eigene Grenzen ausbauen. Von einem Marathon angefangen, über den Triathlon bis hin zum Ironman. Immer schneller, weiter oder eben ausdauernder. Warum also nicht eine der beliebtesten Sportarten in Europa ins Extrem treiben. Einer der das seit Jahren erfolgreich durchexerziert, ist der mittlerweile siebenfache Weltrekordhalter Christian Flühr, der heute Abend mal wieder einen weiteren Meilenstein gesetzt hat. Mit 100 Stunden Marathon-Skifahren hat der Münchner einen Indoor-Weltrekord aufgestellt. Die Begeisterung der Zuschauer, der restlichen Skifahrer in der SnowWorld und letztlich auch das Interesse der Medien haben gezeigt, dass man sich für das Außergewöhnliche interessiert. Und wenn ein Skiprofi 100 Stunden im Lift isst, schläft und sich bei Minusgraden der Körperhygiene widmet, dann ist das mehr als außergewöhnlich.


Neuer Damen-Weltrekord
Auch die Leistung der erstmals bei einer Ausdauer-Rekordfahrt gestarteten Esmèe van Vugh ist bewundernswert. Schließlich konnte Sie bei ihrem sportlichen Ritt durch die SnowWorld nicht von sieben erfolgreichen Weltrekordfahrten, wie Christian Flühr sie bereits aufgestellt hat, in der Vergangenheit profitieren.

Nächster Weltrekord in Sicht?
Wir alle hoffen nun, dass sich aus den ersten Sondierungsgesprächen für einen neuerlichen Auftritt „The Golden Eleven“ - 11 Tage Marathon-Skifahren oder „das härteste Skirennen der Welt“ gegen einen bereits existierenden Herausforderer ein konkreter Veranstalter ergeben wird. Gerade im Zuge der in den letzten Monaten und Jahren immer wieder ernüchternden mehr oder weniger freiwilligen Dopinggeständnisse unserer Sportidole ein tolles Kontrastprogramm von einem, der sich bereits seit Jahren freiwillig dem härtesten Dopingtest stellt.