Marco Sullivan konnte sich nach zwei schweren Verletzungen in seiner Laufbahn immer wieder herankämpfen und überzeugte vor allem bei seinem vierten Platz in Gröden im Dezember 2006.

Zweimal Bronze
Sein erstes Rennen fuhr Marco Sullivan bereits im Alter von sieben Jahren und trainierte in frühester Kindheit auf einem Berg hinter dem Haus der Eltern in Lake Tahoe. Wenig später wurde er dann auch in das Förderprogramm für den amerikanischen Skinachwuchs in Squaw Valley aufgenommen. Sullivan galt als vielversprechendes Talent, das sich in allen vier Disziplinen zu bewähren vermochte. Zwei dritte Platzierungen (einmal bei der US-Meisterschaft in der Abfahrt 1999, einmal bei der Juniorenweltmeisterschaft in Lac Beauport 2000) zeugten von der Klasse des Amerikaners, der mit 19 Jahren in die amerikanische Nationalmannschaft berufen wurde. Allerdings warf ihn genau zu diesem Zeitpunkt seines Aufstrebens eine schwere Knieverletzung zurück.

Kreuzbandriss im rechten Knie 2003
Doch Sullivan kämpfte sich zurück und konnte nach dem Gewinn des Nor-Am-Cups am Ende des Jahres 2001 endlich sein Weltcup-Debüt beim Super-G in Val d`Isere feiern. Im folgenden Jahr errang er den amerikanischen Meistertitel und zeichnete sich bei den olympischen Winterspielen mit seinem 9. Platz in der Abfahrt als bester amerikanischer Fahrer aus. Er krönte dieses erfolgreiche Jahr 2002 mit seiner bis dato besten Weltcup-Platzierung im Dezember in Beaver Creek, wo ihm ein 6. Platz bei der Abfahrt gelang. Doch just als sich sein Aufstieg zur Ski-Elite wieder abzeichnete, wurde Sullivan abermals durch eine Verletzung gestoppt. Ein Kreuzbandriss im rechten Knie warf ihn deutlich zurück.

Erstmals unter Top 5 im Weltcup
Doch der Amerikaner mit dem Kämpferherz steckte nicht auf und schaffte die Rückkehr in die A-Nationalmannschaft. In der Disziplinen-Gesamtwertung 2003 in der Abfahrt reichte es für ihn dann immerhin zu einem 20.Platz. Dennoch dauerte es für weitere Erfolge Sullivans bis zur Saison 2006/07. Der Dezember 2006 wurde für ihn zum "goldenen Monat". Platz zehn in Beaver Creek am 01.12. und somit seiner zweiten TopTen-Platzierung in einem Weltcup-Rennen folgte am 16.12. ein überraschender vierter Platz in Gröden in der Abfahrt. Dort trennte Sullivan nur eine Hundertstel vom Podium.

Zweiter Meistertitel
Im Jahr 2007 beendete der in Truckee, Kalifornien, geborene Sullivan die Saison mit dem Gewinn seines zweiten US-amerikanischen Meistertitels und sagt selbst, dass er sich so gut und fit fühle wie vor seinem Unfall im Jahr 2003. Es bleibt ihm zu wünschen, von weiteren Verletzungen verschont zu bleiben.

Die Wundertüte
Bei den Rennen in der Saison 2007/2008 wusste man vorher nie, was bei Marco Sullivan passiert. Verfehlte er die Punkteränge in einem Rennen deutlich, konnte Sullivan eine Woche später wieder unter den Top-Ten zu finden sein. Seine Resultatspanne reichte alleine in der Abfahrt von einem 41. Platz bis zu einen Sieg in Charmonix. Durch sein unbeständiges Punkten kam er trotz seiner Qualitäten in den Speed-Disziplinen nur auf einem 28. Rang im Gesamtklassement. Mit Platz Vier in der Abfahrtswertung bestätigte Sullivan die Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden und konnte im Endeffekt mit der Saison zufrieden sein.


Erfolge
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel des US-Fahrers. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Snowbasin (USA): DH (9)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): DH (28)
2003 in St. Moritz (SUI): SG (17), DH (24)

Weltcup:
1. Platz Abfahrt Chamonix 2008
4. Platz Abfahrt in Gröden 2006
6. Platz Abfahrt in Beaver Creek 2002
10. Platz Abfahrt in Beaver Creek 2006

insgesamt drei Top-Ten-Platzierungen