© Francis BOMPARD/AGENCE ZOOM
Drei Top-Ten-Platzierungen im Winter 2006/2007 markierten die ansteigende Form des 26-jährigen Österreichers Georg Streitberger, der trotz der großen Konkurrenz durch seine Landsleute die Weltcup-Weltspitze anpeilt. Beim Super-G in Kvitfjell war es dann soweit. Streitberger gewann seinen ersten Weltcup.

Junioren-Weltmeister
Mit vier Jahren stand Georg Streitberger das erste Mal auf Skiern, seine skibegeisterten Eltern legten den Grundstein für die Karriere des ehrgeizigen Österreichers. In der Jugend konnte Streitberger bereits überzeugen und konnte viermal den Gewinn der österreichischen Landesmeisterschaften im Jahr 1994 für sich verbuchen. Im Jahr 2000 gewann er als 19-Jähriger die Junioren-Weltmeisterschaft in Québec, ein Jahr später wurde er am Semmering österreichischer Jugendmeister.

Zweiter bei Nationalen Meisterschaften
Im Europacup sammelte der aus Maishofen stammende Zeitsoldat wichtige Erfahrungen, um dann im Januar 2002 bei den österreichischen Meisterschaften in Saalbach-Hinterglemm im Seniorenbereich einen zweiten Platz im Super-G einzufahren, und das am Ort von Streitbergers Heimatverein, des Skiklubs Saalbach-Hinterglemm.

Überraschung beim Debüt
Mit seinem Einstieg ins Weltcupgeschehen im Januar 2005 sorgte Streitberger dann gleich für eine Überraschung und beendete den Super-G auf Position 14. Zwei Monate später erlangte er den Titel als österreichischer Meister der Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee. Bis zu seinem größten Erfolg musste der 1,85 m große Österreicher dann aber bis Dezember 2006 warten. Im Vorfeld jener Saison sorgte er mit seinem Wechsel von Rossignol zurück zu Fischer für Wirbel.

Wilder Ritt
Der Super-G in 2006 Gröden kennzeichnet bis heute den größten Erfolg in Streitbergers Laufbahn. "Von oben bis unten volles Risiko am letzten Zacken" sei er gefahren und bezeichnete seinen Lauf selbst als "wildem Ritt". Die Belohnung war der sechste Platz und Georg Streitberger spielte sich gegenüber den Größen wie Hermann Maier zum ersten Mal in den Vordergrund. Es folgte ein siebter Rang in Hinterstoder im Super-G, bei dem er nur um 16 Hundertstel am Podest vorbeischrammte. Dennoch war er "sehr zufrieden".

Dritter Top-Ten-Platz 2006/2007
Im März 2007 gelang ihm eine weitere Top-Ten-Platzierung im Super-G von Lenzerheide, die Streitbergers Ziel unterstrich, sich in der Weltcup-Spitze zu etablieren. In der Super-G-Wertung 2007 reüssierte er als Zehnter, nachdem er 2006 dort gar nicht und 2005 als 30. aufgetaucht war. Die Tendenz geht also steil nach oben für den Maishofener.

Überraschung in Kvitfjell
Es dauerte bis 2008 bis Georg Streitberger seinen ersten Podestplatz im Weltcup feiern konnte. Der Maishofener raste im Super-G im norwegischen Kvitfjell gleich zu seinem ersten Sieg. Er verwies auf der Olympiapiste von 1994 die beiden Top-Athleten Bode Miller und Didier Cuche auf die Plätze.

Überraschungs-Coup in Beaver Creek
Nach einer kleinen Durststrecke konnte Streitberger im Winter 2010/2011 wieder einen Triumph feiern und sich beim Super-G in Beaver Creek (USA) den Sieg holen.

Steckbrief
Geboren: 26. April 1981 in Zell am See
Nation: Österreich
Größe: 185 cm
Gewicht: 91 kg
Heimatverein: Skiklub Saalbach-Hinterglemm
Web: www.georg-streitberger.at