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Der Senkrechtstarter des Jahres 2007 im französischem Team ist Jean-Baptiste Grange. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei der WM in Are ging für den 22-Jährigen "ein Traum in Erfüllung".

Erfolge in der Heimat
Sein Debüt auf der internationalen Bühne gab Grange im Januar 2004 in Chamonix. Im gleichen Monat feierte er seinen ersten großen Erfolg in seiner Paradedisziplin, dem Slalom. In der Stadt seines Heimatvereins, Valloire, errang er im Alter von 20 Jahren den Titel des französischen Jugendmeisters. Und auch im Seniorenbereich war Grange wenig später erfolgreich: Bereits im dritten Anlauf nach einem 5. und 7. Platz in den vorherigen Jahren wurde er im März 2006 in Courchevel französischer Meister.

Bronze bei der WM
Bei Olympia in Turin überzeugte der in Saint-Jean-de-Mausienne geborene Franzose durch die zweitbeste Slalomzeit in der Kombination. Der Durchbruch gelang ihm allerdings endgültig mit dem Erreichen der Bronzemedaille bei der WM in Are im Februar 2007. Gut zwei Wochen später vollbrachte Grange auch noch seine bisher beste Weltcup-Leistung und kam beim Slalom-Rennen in Kranjska Gora zu einem vierten Rang.

Die Nachwuchshoffnung Frankreichs
In der Weltcup-Gesamtwertung der Disziplin Slalom machte Grange einen Sprung von Platz 40 auf 10. Nachdem er sich in der Kombination bereits über einige Platzierungen unter den ersten 20 freuen konnte, hofft man in Frankreich nun auf weitere Erfolge im Weltcup von ihm. Im Weltcup-Gesamtklassement ließ Grange die Größen Pierre Emmanuel Dalcin und Pierrick Bourgeat hinter sich. Nun ruhen die Hoffnungen der Franzosen auf ihrem größten Nachwuchstalent Jean-Baptiste Grange.

Aufstieg in die Weltklasse
In seinem dritten Jahr im Weltcup steigerte Jean-Baptiste Grange seine Leistung enorm und wurde zum Siegfahrer. Der Januar 2008 wird ihm wohl unvergessen bleiben. Drei Siege im Weltcup folgten seinem ersten Slalomsieg, den er zuvor im Dezember errungen hatte. Er war kaum zu schlagen und brachte sich so weit in der Slalomwertung nach vorne, dass es am Ende Rang Zwei belegte. Trotz seiner Spezialisierung auf den Slalom versuchte er sich in der Saison 2007/2008 zum ersten Mal im Riesenslalom. Ingesamt erfuhr Grange Platz acht in der Gesamtweltcupwertung.

Erster Europameister im Slalom
Zu Beginn der Saison 2009/2010 veranstaltete die neu gegründete Europäische Ski-Federation ESF erstmals Europameisterschaften. Bei dem von der FIS nicht anerkannten Event sicherte sich "JB" vor heimischem Publikum in der Skihalle von Amnéville im K.o.-System den ersten EM-Titel der Skigeschichte im Slalom.

Verletzung und Comeback
Die olympische Saison 2009/2010 war für den Franzosen früh beendet: Ein Kreuzbandriss verhinderte den Medaillentraum. Um so beeindruckender kam Grange 2010 beim ersten Slalom in Levi wieder zurück. Er konnte gleich wieder siegen. Danach folgte jedoch eine Handverletzung im Training, die den Franzosen wieder zurückwarf. Dann aber meldete sich Grange eindrucksvoll zurück: Im Januar gewann er die Slalom-Klassiker in Kitzbühel und Schladming. Das Highlight sollte die WM in Garmisch bringen: Hier gewann der Franzose die Goldmedaille.