Trine Bakke-Rognmo vom Sports Klub Freidig fährt seit 1994 im Ski-Weltcup. Die am 11.01.1975 in Trondheim geborene Norwegerin, die mit Ausrüstung von Rossignol unterwegs ist, belegte bei ihren ersten Rennen die Plätze 20 (2x) und 13 und fügte sich auf Anhieb gut in den Weltcup ein.

In Saalbach auf das Podium
Nachdem sie im Folgenden bei Weltcup-Rennen keine vorderen Plätze erreichen konnte fuhr sie vor allem im Europacup und bei FIS-Rennen. Vor allem 1996/97 war sie dort äußerst erfolgreich, so gewann sie die Rennen in Rogla und Astun und zeigte auch bei ihrem Weltcup-Auftritt in Laax ihre Konkurrenzfähigkeit mit dem siebten Rang eindrucksvoll. Als einzige Norwegerin im Ziel des Slalom-Weltmeisterschafts-Rennens in Sestriere 1997 belegte Bakke zudem einen ordentlichen achten Platz.
Der Sprung auf das Treppchen gelang ihr dann 1998 in Saalbach-Hinterglemm. Nachdem sie sich nun vollständig auf den Weltcup konzentrierte erreichte sie den zweiten Rang, musste sich nur Martina Ertl mit 0,07 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Und auch bei ihren kurzen Ausflügen zu FIS-Rennen zeigte Trine Bakke, dass sie zu Recht eine Weltcup-Fahrerin war und höhere Ansprüche an sich hatte.

Der erste Weltcup-Sieg
Ihren ersten Sieg bei den Profis schaffte die Norwegerin im Januar 1999 in St. Anton. Die Slalom-Spezialistin ließ die damaligen Nachwuchsstars Pärson und Kostelic hauchdünn hinter sich und gewann. Mit viel Selbstvertrauen in die eigene Stärke fuhr sie also nach Vail zur WM und auch dort zeigte Bakke zusammen mit ihrer Teamkollegin Flemmen, dass die Norwegerinnen nicht nur Langlaufen können. Bakke holte Bronze und Flemmen wurde knapp geschlagen Vierte. Freud und Leid in der norwegischen Nationalmannschaft lagen demzufolge sehr eng beieinander, doch die Freude über eine alpine Medaille überwog auch bei Flemmen.
Trine Bakke-Rognmo hatte zwei gute Jahre, wurde zweimal Vierte in der Slalom-Gesamtwertung, obwohl im Winter 1999/2000 viel mehr drin gewesen war. Sie fuhr in den ersten sechs Slalom-Rennen vier mal auf das Podest, dabei siegte sie in Maribor, und wurde noch Vierte und Sechste. Doch dann schien die gute Form dahin zu sein, es gelang ihr kein Platz mehr unter den Top Ten und so verpasste sie ihre Riesenchance.

Verletzungen vernichten alle Träume
Trine Bakke holte auch 2000/2001 wieder drei Podiumsplätze, musste aber ab Januar dem Treiben dann zuschauen. Eine Verletzung stoppte sie und in den folgenden Jahren fand sie nicht zu alter Stärke zurück. Es ist fraglich, ob die stets fröhliche Trine Bakke-Rognmo sich nochmal an die sich rasend schnell entwickelnde Weltspitze heranpirschen kann. Es bleibt ihr jedoch zu wünschen, denn zum Ende 2004 konnte sie nochmal die Ränge zehn und elf erreichen und damit ihren Kampfeswillen unter Beweis stellen.

Karriereende mit nationalem Meistertitel
Bei acht Weltcupslaloms, an denen sie teilnahm, sah die Norwegerin nur zweimal das Ziel und beendete sie jeweils als 16. und 17. So blieb ihr die Olympiateilnahme verwährt. Im März 2006 eroberte sie sich nach sechs Jahren noch einmal den Titel der norwegischen Meisterin im Slalom zurück und konnte so ihre Karriere doch noch versöhnlich beenden.

Steckbrief:
Geboren: 11.01.1975 in Trondheim
Nation: Norwegen
Größe: 165 cm
Gewicht: 62 kg
Sprachen: Norwegisch, Englisch
Hobbies: Wandern und Klettern

Erfolge:
Werfen wir einen kurzen Blick in den Karrierespiegel erfahrenen Slalomspezialistin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SL (DNF)
1998 in Nagano (JAP): SL (DNF)
1994 in Lillehammer (NOR): GS (19)

Weltmeisterschaften:
2003 in St. Moritz (SUI): SL (DNF)
1999 in Vail (USA): SL (3), GS (30)
1997 in Sestriere (ITA): SL (8)
1996 in Sierra Nevada (SPA): SL (DNF)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Vierte im Slalom 1999 und 2000
insgesamt zwei Weltcup-Siege, zehn Podestplatzierungen