Der DOSB hat auf einer Präsidumssitzung festgelegt, dass Sportler, die zweimal gegen die Meldepflicht verstoßen, nicht für Olympische Spiele nominiert werden.

Zwei "Missed Tests" bedeutet Ausschluss
Die Präzisierung der Nominierungsgrundsätze hat nun zur Folge, dass Athleten, sobald sie einen zweiten "Missed Test" vorzuweisen haben, nicht für Olympische Spiele nominiert werden. Ein erster "Missed Test", also das Nicht-Antreffen eines Athleten bei einem unangekündigten Dopingtest, bringt zunächst eine Verwarnung mit sich. Der zweite "Missed Test" führt zu einer zweimonatigen Sperre, die bei einem weiteren Verstoß auf ein Jahr ausgedehnt wird. International wird erst der dritte Verstoß innerhalb von 18 Monaten mit einer Sperre belegt.


Verpflichtungserklärung für Trainer und Betreuer
Ärzte, Tierärzte und Physiotherapeuten, Trainer und Betreuer müssen eine sogenannte Ehren- und Verpflichtungserklärung unterschreiben, um bei Olympischen Spielen eingesetzt werden zu können. Über ehemalige Athleten, die während ihrer aktiven Zeit gegen die Anti-Doping Bestimmungen verstoßen haben, entscheidet der DOSB im Einzelfall.

Überprüfung auf Stasi-Tätigkeit
"Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Peking 2008 wird der DOSB den zur Nominierung in Frage kommenden Kreis von Leiterinnen und Leitern sowie Mitgliedern der Leitungen von Teilmannschaften, Ärztinnen und Ärzten, Trainerinnen und Trainern, leitenden Physiotherapeutinnen und -therapeuten, und leitendem technischen Personal auf eine mögliche Zusammenarbeit mit dem Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR überprüfen lassen. Eine Nominierung zu den Olympischen Sommerspielen Peking 2008 ist nur möglich, wenn die Überprüfung zu keinem belastenden Ergebnis führt. Das Präsidium entscheidet im Einzelfall nach Anhörung des Unabhängigen Gremiums des DOSB für Stasi-Fragen."

Quelle: DOSB