(planegg / ARGE-Wintersport) Die Vertreter der deutschen Wintersportfachverbände haben sich auf ihrer Klausurtagung in Planegg einstimmig auf das Sportstättenkonzept für eine deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 geeinigt. Neben den Schwerpunkten München und Garmisch-Partenkirchen ist Schönau am Königssee als weiterer Wettkampfort geplant.

Ski-Wettbewerbe in Garmisch-Partenkirchen
Während die olympischen Eissportwettbewerbe in München ausgetragen werden sollen, ist Garmisch-Partenkirchen als Austragungsort für die Ski- und Snowboard-Wettkämpfe vorgesehen. Die bereits bestehende Kunsteisbahn in Schönau am Königssee soll nach Ansicht der ARGE Wintersport Schauplatz der Entscheidungen im Bob, Skeleton und Rennrodeln werden.

Kompakte Konzeption
Die Vertreter der Wintersportfachverbände betonen, dass aus sportfachlicher Sicht nur diese kompakte Konzeption Aussicht auf Erfolg haben kann. "Mit unserem heutigen Beschluss liefern wir die sportspezifisch und finanzstrategisch sinnvolle Grundlage für die Entscheidung des DOSB über eine Kandidatur im Dezember dieses Jahres," so ARGE-Sprecher und DSV-Präsident Alfons Hörmann. "Gleichzeitig übernehmen die deutschen Wintersportverbände mit ihrem Konzeptentwurf auch bewusst Verantwortung in Bezug auf eine sinnvolle und nachhaltige Nutzung der Sportstätten."


Wirtschaftliches und ökologisches Konzept möglich
München mit seinen Partnern Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee wäre nach Meinung der Wintersportverbände damit in der Lage, ein wirtschaftlich und ökologisch sinnvolles, weit gehend in die bestehende Infrastruktur integriertes Konzept für die Olympischen Winterspiele 2018 zu erstellen.

Historische Chance
"Die deutschen Wintersportfachverbände sehen die Kandidatur Münchens als historische Chance und unterstützen diese deshalb ausnahmslos," so Alfons Hörmann. "Ganz Bayern muss nun an einem Strang ziehen, um diese einmalige Möglichkeit für Deutschland zu nutzen. Gerade auch die Orte, die im vorliegenden Sportstättenkonzept nicht zum Zuge kamen, sind nun gefordert, ihren Beitrag zum Gesamtgelingen zu leisten. Denn zu einer erfolgreichen Mannschaft gehören nicht nur die Spieler, die auf dem Platz stehen."

Chefkoordinator erfreut
Wilfried Spronk, von der Stadt München als Chefkoordinator eingesetzt, zeigt sich erfreut über die klare Position der Wintersportverbände: "Die ARGE Wintersport hat sich sehr schnell und professionell auf eine mit maximalen Erfolgsaussichten ausgestatte und die IOC Richtlinien berücksichtigende Sportstättenkonzeption geeinigt. Auf dieser Basis werden wir nun gemeinsam mit dem DOSB und den Wintersportfachverbänden in die weiteren Strategiegespräche gehen."

Noch viel Arbeit bis Dezember
ARGE-Sprecher Hörmann: "Natürlich liegt noch viel Arbeit vor uns, gerade bis zum Dezember. Aber mit dem einstimmigen Votum von heute und der Unterstützung auf allen politischen Ebenen sowie durch starke Wirtschaftspartner sollte es uns gemeinsam mit der Stadt München gelingen, dem DOSB ein Konzept zu präsentieren, das nicht nur seinen hohen Anforderungen genügt, sondern auch bereits denen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die Vorraussetzungen sind da, die breite Unterstützung ist spürbar vorhanden. Jetzt gilt es ausschließlich erfolgsorientiert zu arbeiten, um im ersten Schritt den DOSB und nachfolgend das IOC von der Bewerbung Münchens zu überzeugen.

Kombination aus Bergen und Stadt
Olympische Winterspiele sind nicht mehr nur der beschauliche Wettkampf in der Natur, sie sind ein Milliarden-Unternehmen. Doch genau das wäre ein großer Vorteil einer Münchner Bewerbung: Deutschland, Bayern und München sind in der Lage, alle technischen und organisatorischen Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus haben wir noch die Stimmung, das Flair, nicht nur in den schönen Bergen sondern auch in der Stadt. Eine großartige Kombination und sicherlich ein sehr attraktives Angebot an die Olympische Familie."