Die Olympischen Winterspiele finden 2014 in Sotschi (Russland) statt. Das entschied die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees in der vergangenen Nacht in Guatemala City.

Putin holt Spiele nach Russland
Russlands Präsident Wladimir Putin machte kurz vor der Wahl noch einmal persönlich Werbung für die Stadt am Schwarzen Meer. Schließlich setzte man sich mit 51 zu 47 Stimmen im zweiten Wahlgang gegen Pyeongchang (Korea) durch. Somit finden zum ersten Mal Winterspiele in Russland und in einer suptropischen Region statt.


Salzburg scheitert in erster Runde
Die österreichische Stadt Salzburg, die gemeinsam mit dem bayerischen Königssee angetreten war, scheiterte wie vor vier Jahren bereits in der erste Runde. Da hatte Pyeongchang noch mit 36 Stimmen knapp die Führungsposition vor Sotschi (34) eingenommen. Salzburg erhielt 25 Stimmen. Entscheidend für die Wahl ist jedoch die absolute Mehrheit und so wurde ein zweiter Wahlgang angesetzt.

Enttäuschung in Salzburg, Freude in Sotschi
Die Mitglieder des Bewerbungsteams Salzburgs äußerten sich direkt nach der Niederlage enttäuscht. Felix Gottwald brachte es aus seiner Sicht auf den Punkt: "Spiele wie Lillehammer 1994 sind nun in weite Ferne gerückt. Wir werden uns künftig nun wohl Retortenspielen hingeben müssen." Überschwängliche Freude herrschte dagegen in Sotschi. Dort hatten mehrere Tausend Menschen bis um drei Uhr morgens ausgeharrt, um die Entscheidung auf einer Großbildleinwand mitzuverfolgen. Präsident Putin saß dagegen schon wieder im Flugzeug und war auf dem Heimweg, als die Entscheidung fiel.

München ist bereit für 2018
Kurz nach dem Ausscheiden Salzburgs gab es bereits die ersten Reaktionen aus München. Dort erklärte Oberbürgermeister Christian Uhde, dass man bestens gerüstet sei. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will darüber bereits am 24.Juli beraten.