Die Olympischen Winterspiele 2014 könnten nach dem letzten Prüfbericht des internationalen Olympischen Komitees (IOC) am besten in Salzburg oder im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden. Beide Bewerber erhielten von der Evaluierungskommission eine ausgezeichnete Bewertung. Diese wurde am 4. Juni in Lausanne präsentiert.

Sotschi 'nur' sehr gut
Mit im Rennen um die Winterspiele ist auch Russlands Kandidat Sotschi. Die Stadt am Schwarzmeer, deren Bewerbung von Russlands Präsident Putin gefördert wird, erhielt ein 'Sehr gut' von der Kommission und schnitt damit am schlechtesten ab. Damit sollten Salzburg und Pyeongchang bei der Abstimmung am 4. Juli in Guatemala einen leichten Vorteil haben. Südkoreas Bewerbung steht dabei am besten da, denn bei der Mozartstadt gab es trotz der guten Note noch einige Kritikpunkte.

Budget zu klein?
Salzburg verteile die nötige Bettenzahl auf zuviele Gebäude, das Medienzentrum sei zu klein geplant und die Kosten für Sicherheit sowie das Gesamtbudget seien zu niedrig angesetzt, kritisieren die Prüfer in ihrem Dossier. Großes Plus sind die Sportstätten. An der Bewerbung von Pyeongchang hatten die IOC-Verantwortlichen hingegen nichts auszusetzen.


Politische Wahl in Guatemala
Nun sind wohl die Lobbyisten am Zug, denn ihre Entscheidung treffen die mehr als 100 stimmberechtigten IOC-Funktionäre wohl kaum rein nach der Faktenlage. Salzburg dürfte das jüngste IOC-Urteil bezüglich der Turin-Affäre eher geschadet haben. Für Sotschi spricht Putins Einfluss, für Südkorea die politische Annäherung an den nördlichen Nachbarstaat. Eine Tendenz lässt sich nicht ablesen. Letztlich sagen die Prüfberichte nur eines: Alle drei Kandidaten kommen als Gastgeber in Betracht.