Powder, jede Menge Spaß und strahlende Sieger sind auch in diesem Jahr wieder Markenzeichen des Freeride-Infernos von Martin Freinademetz in Ischgl. Der Blick aus dem Fenster am Samstagmorgen verspricht vorerst keine guten Sichtverhältnisse und so entscheiden sich Organisator Martin Freinademetz und ein Team von Bergführern für die Downhill-Variante durch den Wald. Die verschiedenen Abfahrten, die für den Event vorher ausgesucht wurden, sind in den letzten Wochen genau beobachtet worden, um für das Freeride-Inferno höchst mögliche Sicherheit zu gewährleisten.

Wer findet den besten Weg ins Tal?
Nach dem Riders-Meeting auf der Idalp stehen um Punkt zwölf Uhr alle Snowboarder und Freeskier am Start und warten auf das Kommando, das durch eine kleine Lawinen-Sprengung erfolgt. Kaum ertönt der dumpfe Knall sind auch schon alle auf ihrem individuellen Weg ins Tal, und außer viel Schneestaub ist ein paar Sekunden lang nicht viel zu sehen, was auch für die Teilnehmer die Suche nach einem guten Track talwärts erschwert. Schon bald setzen sich auf der selektiven Abfahrt aber die Könner von der restlichen Gruppe ab und gewinnen Meter für Meter an Vorsprung. Das letzte Viertel der Strecke besteht aus einem längeren Ziehweg, auf dem so mancher mit guter Kondition noch ein paar Plätze gut machen kann. Denn das Ende des Weges ist sehr flach, was vor allem für die Snowboarder von Nachteil ist. Sie schnallen meist ihr Board ab und legen die letzten Meter zu Fuß zurück, bis sie völlig außer Atem das Ziel erreichen.

Großer Beifall im Ziel
Nach einer halben Stunde Pause machen sich aber alle Inferno-Teilnehmer gleich noch einmal auf den Weg zum Start, denn auf dem Programm steht ein zweiter Lauf, der wieder durch den Wald führt, auch wenn sich die Wolken mittlerweile aufgelockert haben und die Sonne für perfekte Sichtverhältnisse sorgt. Beim zweiten Run merkt man einigen schon an, dass sie konditionell am Limit sind. Die letzten Schritte zu Fuß durch den mittlerweile weichen Schnee fordern bei manchen die letzten Kraftreserven. Doch der Jubel, mit dem die Freerider beim Zieleinlauf empfangen werden, macht die Mühen wieder schnell zu Schnee von
gestern.

Schweizer überzeugen in der Kategorie Ski
In der Disziplin Ski geht bei den Herren wieder ein Schweizer als erster über die Ziellinie. Beat Walker siegt vor dem Kärntner Walter Fortenpointner. Platz drei geht an den in Innsbruck lebenden Tschechen Erik Straznicky. Und auch bei den Schidamen holt sich mit Nadja Cadenazzi eine Schweizerin den Sieg. Zweite am Podium wird die oberösterreicherin Andrea Winter vor Bernadette Berg aus Luxemburg.


Die Ergebnisse des Frejn’s Infernos Ischgl
Ski Damen
1. Nadja Cadenazzi (SUI)
2. Bernadette Berg (LUX)
3. Andrea Winter (AUT)

Ski Herren
1. Beat Walker (SUI)
2. Walter Forstenpointner (AUT)
3. Erik Straznicky (CZE)