Es war kein Winter zum Verlieben, zumindest nicht für Ski-Fans. Von Dezember bis März litten die europäischen Rennen unter Schneemangel und hohen Plusgraden. Sölden als Auftaktveranstaltung musste abgesagt werden. St. Moritz und Val d'Isere konnten nach den Überseerennen keine Veranstaltungen ausrichten.

Schnee-Importe aus den Alpen
Wo schließlich genug Schnee gefunden wurde, waren die Bedingungen dennoch nicht optimal. Gerade die Speed-Rennen litten unter der weichen Auflage. Verkürzte Strecken und sulzige Pisten waren das Ergebnis. Die Fahrer monierten die 30er Startregel, da Top-Fahrer in den schnellen Disziplinen kaum zum Zuge kamen. In Kitzbühel flog man den Schnee vom Großglockner ein - doch Sturmtief Kyrill blies dennoch die Streif aus dem Programm. In Garmisch gelang er, mit Schnee aus dem Wipptal ein weißes Band in die grüne Umgebung zu malen.


Im T-Shirt an die Piste
Auch für die Sportler gab es neue Umstände. In Wengen herrschten bei der Lauberhorn-Abfahrt bis zu 15 Grad plus - da kamen viele ins Schwitzen. Die Veranstalter wurden im Anschluss mit Anschuldigungen von Umweltschützern konfrontiert, wegen ihres Einsatzes von Düngemittel zur Präparierung der Piste. Für die Reiteralm waren diese Bedingungen positiv, dort fanden Ersatzrennen statt. Doch wenn sich solche Winter wiederholen, wird sich der Skisport mehr aus Europa zurückziehen müssen.