Aksel Lund Svindal ist der große Gewinner des Riesenslaloms der Herren beim Weltcup-Finale in der Schweiz. Der coole Norweger gewann damit in Lenzerheide auch das dritte Rennen und sicherte sich so nicht nur den Disziplinen-Welcup sondern auch die Führung im Gesamtweltcup.

Raich mit Startnummer eins ins Unglück
Vor dem ersten Durchgang lag Benjamin Raich sowohl im Gesamtweltcup als auch im Riesenslalom-Weltcup drei Punkte vor Svindal. Der Pitztaler ging mit Startnummer eins ins Rennen, schied aber nach guter Fahrt im unteren Streckenabschnitt aus. Damit verspielte er die mögliche kleine Kristallkugel und die Führung im Gesamtweltcup. Die Bestzeit im ersten Durchgang setzte Massimiliano Blardone, der mit 19 Punkten Rückstand auf Raich auch noch eine Chance auf den Disziplinen-Weltcup hatte. Nur eine Hundertstel zurück lag Svindal, der sich wie schon an den Tagen zuvor in glänzender körperlichen und mentalen Verfassung präsentierte. Auf Rang drei fuhr Joel Chenal. Der routinierte Franzose lag damit knapp vor Didier Cuche und Kalle Palander.

Miller fährt aufs Podium
Eine ansprechende Leistung zeigte mal wieder Bode Miller. Das amerikanische "Enfant terrible" lag nach dem ersten Durchgang noch auf dem siebten Rang, konnte sich aber nach einer engagierten Leistung im finalen Durchgang noch auf den dritten Rang vorschieben. Dabei profitierte er aber auch vom Ausfall Joel Chenals, der damit eine mögliche Podestplatzierung zum Saisonende verschenkte.

Berthod mit Laufbestzeit
Nur Marc Berthod war im zweiten Durchgang schneller als Bode Miller. Der Schweizer lag nach dem ersten Durchgang auf dem zehnten Rang und verbesserte sich so noch auf den fünften Platz. Damit wurde er zweitbester Athlet von Swiss Ski, denn Cuche verteidigte im Finale seine vierte Position und verpasste damit das Podest einmal mehr nur hauchdünn.

Österreicher schwach - Maier ohne Saisonsieg
Die stärkste Fraktion beim letzten Riesenslalom der Saison stellten die Österreicher. Gleich mit acht Athleten waren sie am Start. Am Ende war Hannes Reichelt als Zwölfter bester des ÖSV - eine Enttäuschung. Neben Benni Raich schied auch Hermann Maier im ersten Durchgang aus und blieb damit erstmals seit 1996, seiner Debüt-Saison, ohne Weltcup-Sieg in einem Winter.

Blardone zerbricht Stock
Anscheinend ohne Nerven startete Svindal in den zweiten Durchgang. Der norwegische Hüne zeigte erneut eine klasse Leistung und übernahm die Führung von Miller. Damit war auch schon klar, dass er im Gesamtweltcup klar vor Raich in Führung gehen würde. Es ging gegen Blardone aber noch um den Tagessieg und die kleine Krsitallkugel. Blardone blieb nicht fehlerfrei und fiel so noch hinter Svindal auf den zweiten Platz zurück. Damit vergab er die große Chance auf den Gewinn des Riesenslalom-Weltcups und zerbrach vor Wut im Zielraum seinen Stock.


Svindal 97 Zähler vor Raich
Nach seinem dritten Sieg in Lenzerheide liegt Svindal nun wieder auf Kurs Gesamtweltcup. Er führt nun mit 97 Punkten vor Raich. Damit muss Raich morgen den Slalom gewinnen und Svindal dürfte nicht unter die besten 15 kommen, will er seinen Weltcup-Gesamtsieg aus dem Vorjahr wiederholen. Den dritten Platz hat bereits Didier Cuche sicher.