Die Anwärter auf den Gesamt-Weltcup geben sich weiterhin keine Blöße. Aksel Lund Svindal gewann nach der Abfahrt auch den Super-G von Lenzerheide, sein Konkurrent Benjamin Raich verlor als Zweiter aber kaum an Boden. Dritter wurde Erik Guay aus Kanada. Für den Amerikaner Bode Miller reichte ein vierter Platz, um sich den Weltcup im Super-G zu sichern.

Svindal im Schlussspurt stark
Das Saisonfinale wird immer mehr zur Show von Aksel Lund Svindal. Auch im zweiten Rennen in Lenzerheide holte sich der Norweger den Sieg. Sein Lauf zeichnete sich durch die beste Linie aus, die der Norweger mutig suchte und dabei gleichzeitig die Skier laufen ließ. Damit holte er sich die Führung von Benjamin Raich und jubelte im Ziel.

Raich behauptet Führung
Für Benjamin Raich, der leicht erkältet ins Rennen ging, mussten im Super-G möglichst viele Punkte her, um die knappe Führung im Gesamtweltcup zu behaupten. Das gelang dem Pitztaler auf fast ideale Weise: Er zeigte eine sichere Fahrt und lag damit lange Zeit sogar auf Platz eins. Letztlich konnte nur Svindal ihn noch schlagen - damit holte Raich 80 Zähler und geht mit drei Punkten Vorsprung in die letzten beiden Rennen am Wochenende.

Miller souverän zur Kugel
US-Star Bode Miller musste um seine Kristallkugel im Laufe des Rennens nicht bange sein. Vier Fahrer hatten die theoretische Chance, ihn noch abzuhängen. Doch weder John Kucera aus Kanada, noch die Österreicher Mario Scheiber oder Hermann Maier noch Lokalmatador Didier Cuche schafften den Sprung an die Spitze des Klassements. Damit stand Miller schon vor seiner Fahrt als Gewinner der Kugel fest. Dennoch fuhr Miller voll und raste auf den vierten Rang, 39 Hundertstel hinter dem Sieger und zeitgleich mit Marco Büchel (LIE). Mit nunmehr 304 Zählern beendet er das Super-G Klassement an der Spitze. Didier Cuche (208) kam als Sechster des Tages noch auf den zweiten Platz vor. John Kucera (194) aus Kanada beschließt den Super-G 2006/2007 auf Rang drei.

Strobl nimmt Abschied
Einen großen Abschied vom Ski-Zirkus nahm ÖSV-Star Fritz Strobl. Er zelebrierte sein letztes Rennen passend zu seinem Chart-Hit in Österreich im Mozart-Kostüm. Winkend und Pralinen verteilend fuhr er die Strecke unter dem Applaus der Zuschauer gemütlich ins Ziel und ließ sich dann von den Kollegen hochleben. Strobls gekonnt inszenierter Abschied war sicher einer der bewegendsten Momente dieses Weltcup-Winters.


Keppler knapp außerhalb der Punkte
Für den DSV hat bei den Herren allein Stephan Keppler die Qualifikation für das Saisonfinale geschafft, nachdem Felix Neureuther verletzt aussscheiden musste. In seinem Rennen wurde der Deutsche dann vor allem in oberen Teil mehrfach etwas weit abgetragen. Der untere Streckenabschnitt war aber besser - letztlich musste sich Keppler aber mit Rang 18 begnügen. Da nur die ersten 15 beim Finale Punkte erhalten, reichte das knapp nicht für einige Zähler.

Weiter geht es für die Herren nach dem Nations Team Event am Freitag am 17. März mit dem Riesenslalom. Dort könnte bereits eine Vorentscheidung um den Gesamt-Weltcup fallen - in jedem Fall duellieren sich Svindal und Raich hier auch um die kleine Kugel.